Dienstag, 14. Mai 2013

Gefährliche Tiere in Afrika

Ich habe hier im Blog schon über einige meiner Erfahrungen mit der Tierwelt Afrikas geschrieben. Es sind nicht die großen Tiere (Big Five), vor denen man sich in Acht nehmen muss. Gerade bei bei längeren Aufenthalten muss man sich vor direkten und indirekten Gefahren durch die kleinen Tiere schützen.

Tiere, wie ich sie in mehr als zwei Jahren im tropischen Afrika erlebt habe, sind fast immer wild oder Nutztiere. Haustiere kenne ich nur als nützliche oder schädliche Tiere. Nützlich wie ein Haus-Gecko, der einen dabei hilft, die Zahl der Insekten zu reduzieren und schädlich wie die Kakerlake, die nicht nur Lebensmittel verunreinigt, sondern auch Krankheiten transportiert. Mit den letzteren hatte ich in Tanzania einige ekelhafte Begegnungen (siehe hier meinen Beitrag).

(Foto: CDC/James Gathany)

Das gefährlichste Tier Afrikas ist der Moskito. Genauer gesagt, die weiblichen Exemplare der Gattung Anopheles, die überall in den Tropen anzutreffen ist. Die Anopheles-Stechmücke ist die Überträgerin von Plasmodien, die zu Malaria führen, an der nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in jedem Jahr mehr als eine halbe Million Menschen sterben.

Der Schutz vor Malaria sollte dabei stets zweigleisig erfolgen. Als erstes Gleis sollte natürlich die für die jeweilige Region notwendige Chemo-Prophylaxe beachtet und konsequent durchgeführt werden. Ich habe auf meinen Reisen und Aufenthalten immer wieder Europäer erlebt, welche nicht die empfohlen Medikamente nahmen oder sagten, dass sie bereits mehrmals vergessen (!) hatten die tägliche bzw. wöchentliche Dosis zu nehmen. Ich habe einige Bekannte, die ähnlich wie ich längere Aufenthalte wegen Studium, Forschung oder Arbeit in einem tropischen Land hatten und etwa ein Drittel hat sich dabei Malaria eingefangen und zum Teil schwere Folgeschäden davongetragen. Malaria kann in Afrika sehr effektiv behandelt werden, doch ein Aufenthalt sollte ohne Malaria bleiben.
Deshalb verweise ich auch auf das zweite Gleis. Die aktive Prophylaxe, sich also nicht stechen zu lassen. Es ist so einfach, doch habe ich viel zu viele Europäer gesehen, welche die Regeln nicht einhalten und selbst am Abend kurze Hose und T-Shirt tragen. Helle, lange Bekleidung am Abend ist Pflicht. Es ist egal, dass es warm oder heiß ist, der Körper muss bedeckt sein und entsprechend auch Socken getragen werden, Langarmhemden und ein leichtes Halstuch um Nacken und Hals zu schützen. Vor dem Schlafen sollte das Zimmer absolut frei von Mücken sein und natürlich sollte unter einem weit gespannten Moskitonetz geschlafen werden.
Aktive Prophylaxe ist effektiv. Ich habe bei meinem letzten Ghana-Aufenthalt in drei Monaten nur sehr wenige Insektenstiche abbekommen und weiß von ähnlich vorsichtigen Freunden, dass auch diese trotz häufiger Aufenthalte in den afrikanischen Tropen wenig Probleme und keine Malaria erlebten.

PS: Neben den Insektenstich gibt es noch einen anderen Stich, der vermeidbar ist, der Sonnenstich.

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