Freitag, 27. März 2015

Junge Frauen, Smartphones und Coffee-to-go

so, und nun mal schön unsachlich ablästern.
Heute morgen im Bus. Eine junge Frau stieg vor mir ein, in einer Hand ihr Smartphone und in der anderen einen Kaffeebecher. An der ersten Lücke im Gang blieb sie stehen, obwohl ich und hinter mir weitere Fahrgäste einstiegen und auch noch Platz haben wollte. Sie war bereits wieder in ihrer Welt der "sozialen Medien" (meine das Facebooklogo auf ihren großen Display gesehen zu haben) versunken. Mit einem unfreundlichen Blick machte sie Platz, so dass wir auf die freien Flächen vor ihr nachdrängen konnten. Auf der Busfahrt mit seinen starken Beschleunigungen und plötzlichen Bremsen versuchte sie irgendwie das Gleichgewicht zu halten. Sie hatte keine Hand frei und auch keinen Blick für die Umwelt. Es war lächerlich.

Zum einen dachte ich an meine UNI-Zeit. Da waren es auch stets junge Frauen, die an der engsten Stelle eines Weges stehen blieben und dort ein Gespräch begannen. Sei es die Tür zum Institutsgebäude oder im Gebäude direkt vor der Treppe. Zum anderen wurde mir mal wieder bestätigt, dass der Konsum von "Social Media" zu asozialen Verhalten führt.

Vielleicht sind junge Männer genau so merkwürdig, aber es sind die jungen Frauen, die mir negativ auffallen.

Kommentare:

Karsten Wachtmann hat gesagt…

Hallo,
dieses Verhalten scheint wirklich ein weibliches zu sein. Das Smartphone in der Hand, die Kopfhörer im Ohr und dann morgens so am Bahnhof auftauchen, in den Zug einsteigen (dabei ein Nachricht schreiben), 22min im Zug sitzen (Lied auswählen, zwischen SMS und Facebook und Whatsapp pendeln), aus dem Zug raus, durch den Bahnhof, in den Bus und aussteigen, dabei niemals das Display aus den Augen lassen. In bin jeden Tag auf's neue begeistert. Das ist wirkliches Multitasiking! Die Frage die ich habe: Wie kommen die auf der Arbeit klar, denn irgendwann muss es mal beiseite gelegt werden. Ich weiß nicht wie man in eine solche Abhängigkeit rutschen kann. Technik kann auch zum Fluch werden.

Gruß Karsten

Jürgen D. Müller hat gesagt…

Wie die Frauen zwischendurch Arbeiten ist mir auch ein Rätsel. Die Abhängigkeit geht so weit, dass Signale, die nicht über deren kleinen Bildschirm gesendet werden, scheinbar nicht registriert werden. Ich denke dabei an die Schilder in Arztpraxen oder im ruhigen Bereich von Zügen, wo Telefonate und Benachrichtungsgeräusche nicht erwünscht sind.

Karsten Wachtmann hat gesagt…

Ebenso schlimm sind Telefonate. Im Gespräch wird der Zug betreten und dann 20min später ebenso wieder verlassen. Alle sind über die Lautstärke genervt und selbst kann man sich kaum auf das Lesen konzentrieren. Das hier persönlich Gespräche geführt werden und alle mithören können ist scheinbar nicht mehr wichtig. Mich nerven solle Menschen, besonders nach einem anstrengenden Arbeitstag.