Samstag, 4. August 2018

Palmöl: Das Angebot bestimmt die Nachfrage

Der Einsatz von Palmöl in einer Vielzahl von Lebensmitteln ist nun Standard.
In einem großen deutschen Supermarkt suchte ich Margarine ohne Palmöl. Dutzende von Anbietern waren auf einigen Regalmetern zu sehen. Eine Packung nach der anderen wurde kontrolliert und es fand sich genau eine Sorte mit reinem Sonnenblumenöl und eine weitere mit Olivenöl, welche natürlich nicht für ein Brot mit Marmelade oder Honig geeignet ist.
Meine Frustration bei der Suche nach Nuss-Nougat-Creme ohne Palmölzusatz habe ich vor kurzem hier im Blog beschrieben.
Bei einem Besuch in der Niederlande steuerte ich zwei der großen Supermarktketten an. Albert Heijn hatte viele Sorten und Marken, aber alle NN-Cremes haben Palmöl als wesentliche Zutat. Die Konkurrenz von Jumbo hat ähnlich viele Produkte und es fand sich auch eine kleine Plastikverpackung, die deutlich damit warb, dass kein Palmöl verwendet wurde. Der Kilopreis, der bei allen Produkten ausgewiesen werden muss, war aber dreimal so hoch wie ein Produkt der Hausmarke.
Nepp, um uns Gegner von Palmölplantagen (in Indonesien) das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mich ärgert der Nepp sogar mehr als die massive Durchsetzung von Palmöl als wesentliches Bestandteil von immer mehr Produkten in den letzten zehn Jahren.