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Samstag, 7. Juli 2018

Farbenwechsel-Deutschland-Belgien


Man nehme eine nicht mehr benutzte Deutschlandfahne und schneide den schwarzen Streifen ab.
Die nun getrennten Teile drehe man um Uhrzeigersinn um 90° und befestige den schwarzen Streifen vor dem gelben.
Die deutsche Fahne hat das Format 3 x 5, die belgische 2 x 3.
Entsprechend muss die Fahne beschnitten werden.
Es entstehen zwei Fahnen, die man nun beim Halbfinalspiel der Herrenfußball-WM nutzen kann.

Viel Spaß!

Dienstag, 2. August 2016

Zitat Trojanow Bahnschwimmen

Es gibt nur sehr eingeschränkte Zeiten, in denen Bahnschwimmen möglich, denn wie Ilija Trojanow so schön formuliert:
"Die so friedlich wirkenden Schwimmbäder sind in Wirklichkeit Kampfzonen. (...) Es gibt eine Etikette, aber die einen kennen sie nicht, die halten halten sie nicht ein. Selbst wer sich umsichtig benimmt, provoziert gelegentlich aggressive Reaktionen."
Ilija Trojanow (2016) Meine Olympiade. Ein Amateur, vier Jahre, 80 Disziplinen, S. 44
Im Lister Bad ist es relativ stressfrei zwischen den Berufstätigen (bis etwa 8 Uhr) und den Rentnern (ab etwa 9 Uhr).

Samstag, 2. Juli 2016

Samstägliche Stille in der Stadt

In einem Paralleluniversum findet ein Ballspiel statt. Ich sitze auf dem Balkon zum Hinterhof und lausche der Stadt.

Ein Polizeihubschrauber stand für mehrere Minuten über einen Ort etwa 500 Meter. Das war zunächst der dominante Ton. Der Hubschrauber flog weg und es war dann keine Stille.
Ein markantes Geräusch sind die bisher zwei Alarmfahrten von Krankenwagen. Die Straßen sind nur als ein unbestimmtes Grummeln zu erahnen.
Jede schwache Böe ist im Kopf der Rosskastanie zu hören und kurz darauf als Kälte zu spüren.
Ist es das Ballspiel oder ist es die Kälte. Es ist ein kühler Juli-Abend und so ist nur wenig von den hunderten von Haushalten, mit denen wir uns den grünen Hinterhof teilen, zu hören. Es sind weder Gespräche von Rauchern noch Monologe in ein Telefon zu hören.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Bretter, die die Welt bedeuten

Ein Bild (kein Foto)
Am Weiße-Kreuz-Platz ist einer der vielen Taxistände, wo die beige Zunft auch schon einmal um die Ecke staut. Vom Fahrrad sah ich zunächst nur, dass bei einem Kombi die Heckklappe geöffnet war und mehrere auf die Ladefläche schauten. Beim Vorbeifahren war zu sehen, dass zwei der Taxifahrer an einem großen Brett in eine Party Schach vertieft waren.

Ein schöner Anblick.

Freitag, 1. April 2011

Frisbeegolf in Wolfenbüttel

Es wird wärmer und grüner. Heute sah ich erstmals ein Team auf der Frisbeegolf-Anlage im Seeliger-Park in Wolfenbüttel spielen.
Es sind bereits 20 Jahre vergangen, seitdem ich an der UNI im Ultimate Team (Wikipedia zu Frisbee Ultimate) trainierte und einmal an einem Ligatag auch mitspielte.
Die Organisatoren dieses Sports innerhalb des Angebots des UNI-Sportes hatten an einigen Wochenenden auch zu anderen Veranstaltungen im Georgengarten eingeladen. Da spielte ich dann auch einmal Frisbeegolf. Die damals angeschaffte Golfscheibe wird in diesem Sommer im Rahmen des EK raus geholt und für die Mitspieler gibt es Scheiben bei der Tourismus Information.
Mal sehen ob ich jemand mit dem Golffieber infizieren kann.

Wer sich fragt was Frisbeegolf oder Discgolf (in Anlehnung an die US-Schreibweise disc golf).ist, sei auf die Seiten des Vereins in Wolfenbüttel und den Artikel in der Wikipedia verwiesen.
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Nachtrag (7. April 2011): Nach der netten Einladung im Kommentar war ich am Mittwochabend im Seeligerpark und habe einigen Spielern beim Training zugesehen und mit ihnen geplaudert. Acht Spieler (keine Frauen!) aus mindestens drei Generationen (ich würde die Altersgrenzen auf 16-60 schätzen) trafen sich.

Ich versuchte mich auch einmal beim Putten, also dem Zielwurf in den Korb und zweimal beim Abwurf, der mir schmerzhaft bewusst machte, dass meine Handgelenksehnen auf so etwas nicht vorbereitet sind.

Der Parcours im Seeligerpark hat neun offizielle Bahnen zu den Zielen und diverse Alternativen. Das Par, also die Idealzahl der Würfe zum Ziel liegt jeweils bei 3 und der Bahnrekord von 23 Würfen wurde bereits von mehreren Spielern erreicht.
Die Spieler waren erstklassig. Nach trainingswürfen begleitete ich ein Team auf drei Bahnen, die jeweils mit 2 (!) bis 4 Würfen absolviert wurden. Im Training hatten einige Würfe von 100 Metern gemacht.
Das Spiel und die Scheiben haben sich entwickelt. Es gibt Scheiben mit unterschiedlichen aerodynamischen Eigenschaften für die idealtypisch drei Würfe (Driver, Midrange und Putter) und damit ist hier eine weitere Analoge zum (Ball-) Golf zu finden.
Als ich mich verabschiedete, gab es eine erneute Einladung und wenn ich meiner Sehne traue, werde ich das Angebot auch annehmen.

Freitag, 13. November 2009

Robert Enke und die Diktatur des Glücks

Heute fand ich in meiner taz eine Formulierung, die das Dilemma der Depression, die seit dem Freitod von Robert Enke wieder einmal thematisiert wird, auf den Punkt bringt. Jagoda Marinic schrieb unter anderen:

"Wie kann es sein, dass wir trotz aller Aufklärung in einer Atmosphäre leben, in der Menschen mehr Angst haben vor dem Urteil ihrer Mitmenschen als dem eigenen Tod? Wahnsinn, wie [die Witwe] Teresa Enke sagt. Unsere Diktatur des Glücks ist grenzenlos (...)"
(taz vom 13. November 2009, S. 14. Jacoda Marinic "Die Diktatur des Glücks")

Sonntag, 4. Mai 2008

Hannover Marathon 2008

Und wieder mal waren viele Straßen in der Stadt gesperrt.
Ich hatte mich früh am Sonntagmorgen zur Ecke Edenstr. /Jakobistr. begeben und warte dort auf die Spitzengruppe der Läufer des Hannover Marathon. Der Marathon war um 9 Uhr gestartet. Dies war Kilometer 18 und ich erwartete die Läufer gegen 9:54, wenn sie wie erwartet mit etwa 20 km/h laufen würde. Das war eine gute Schätzung, denn kurz vorher bogen mehrere Läufer von der Celler Str. in die Edenstraße und näherten sich mit großem Tempo.
Hannover Marathon 2008 Spitzengruppe Daniel Muruki MbogoDie ausgeliehene einfache Digitalkamera war nicht in der Lage diese schnellen Läufer wirklich scharf abzubilden. Fünf Kenyaner darunter der spätere Sieger Duncan Cheriyot Koech (Startnummer Nr. 3), Abrahma Tandoi (Nr. 20), Amos Choge (Nr. 21, er wurde 3.) und der Vorjahressieger Daniel Muruki Mbogo (Nr. 1, er wurde in diesem Jahr 2.) liefen an Spitze und dann kam erst einmal für mehr als eine Minute niemand.Hannover Marathon 2008Der sechste war mit Peter Kemboi ein weiterer Kenyaner und eine weitere Minute später kam dann der erste Europäer am Kilometer 18 vorbei.
Die Rasanz und scheinbare Leichtigkeit, mit der diese professionellen Läufer einen Marathon laufen, ist atemberaubend.

Um 11 Uhr startete dann der Halbmarathon. Mein vorheriger Standort war auf dieser Strecke etwa Kilometer 12. Mit 20 km/h sollten die Spitzenläufer entsprechend etwa um 11:36 Uhr die Edenstraße passieren.
Doch diese Läufer auf der "kurzen" Strecke waren schneller. Der offizielle Wagen vor der den beiden Kenyanern Patrick Kimeli (Startnummer 3003) und Wilson Kipkogei (3002) zeigte erst 34 Minuten an.
Hannover Halbmarathon 2008 SpitzenduoDiese beiden Läufer hatten hier bereits einen Vorsprung von mehr als einer Minute gegenüber dem dritten Läufer Frank Schauer (Nr. 3013) heraus gelaufen. Bis zum Ziel wuchs dieser Vorsprung auf neun Minuten an.
Hannover Halbmarathon 2008Die so bekannten fast täglich mit dem Fahrrad genutzten Straßen sehen so fremd aus, wenn für den Marathon auch alle parkenden Autos entfernt werden müssen.

Mein Beobachtungen an der Straße erinnerten mich daran, dass ich mir selbst vorgenommen habe, vor meinen 50. Geburtstag auch einmal an einem Halbmarathon teilzunehmen. Meine Kondition reichte bisher stets nur bis Kilometer 5-6 oder 8, aber ich habe dieses große Ziel für 2009 oder 2010 gesteckt.

Montag, 14. April 2008

Tibet als Teilnehmer der Olympischen Spiele

Das IOC in Lausanne verwaltet und steuert die Organisation der Olympschen Spiele. Die Olympische Charta regelt bis ins Detail die Rahmenbedingungen. Teilnehmen dürfen alle, die sich sportlich qualifizieren und von ihrem nationalen olympischen Komitee berufen sind.
Exiltibeter kamen nun mit der Idee, dass ein nationales olympischen Komitee für Tibet gegründet wird.
Dies mag zunächst abwegig klingen, aber wenn man in die Liste der anerkannten 205 nationalen olympischen Komitees schaut, dann sollte bereits diese Gesamtzahl einen stutzig machen, da es nicht so viele Staaten auf der Erde gibt. Etwa ein Dutzend durch andere Staaten kolonisierte Territorien sind nach der IOC-Definition unabhängig und haben entsprechend die Möglichkeit eigene Sportler und Funktionäre nach Beijing zu senden.
Es gibt eigene olympische Komitees für American Virgin Islands, American Samoa, Guam, Cayman Island, die drei ozeanischen Marionettensysteme Marshall Islands, Mikronesien und Palau (alle bisher genannten werden von den USA dominiert), British Virgin Islands, Aruba, Niederländischen Antillen, Cook Islands und Hongkong. Zu Olympia 2008 ist eine Kampagne für eine tibetanisches Team viel zu spät, doch dies erscheint mir eine gute Idee für die folgenden Jahre zu sein, denn im IOC hat China kein Veto wie sonst in der UNO und die oben genannten kuriosen Mitglieder sind das beste Argument für ein tibetisches Team.
Das IOC steht nicht allein mit seiner Definition von Mikromitgliedern. Die FIFA setzt deutlich noch einen darauf und hat fast alle bereits genannten Territorien auch anerkannt und gibt Großbritannien vier Startplätze durch eine Aufteilung in unabhängige, anerkannte Fußballverbände für England, Wales, Schottland und Nordirland. Hinzu kommen die dänischen Faröer Inseln, sowie die drei britischen Verbände der Insel von Anguilla, Montserrat und Turks & Caicos und das französische Territorium Neukaledonien. Hier findet sich die Liste der 208 FIFA-Mitglieder und hier die Liste der 13 Nicht-Fifa-Verbände, die mit Monaco sogar einen völkerrechtlich unabhängige Kleinstaat umfasst. Exiltibeter haben einen Fussballverband gegründet, der Mitglied im letztgenannten NF-Board ist.
- - - - - Andere Beiträge zu Olympia:

Sonntag, 30. März 2008

Das Logo der Olympischen Spiele 2008 in Beijing

Seit letztem Jahr (!) zirkuliert im Netz ein bitterböser Comicstrip, der zynisch erklärt, wie das Logo der Olympischen Sommerspiele in Peking entstanden ist.
Ich habe mich im Netz nach der Quelle des folgenden Comicstrips umgeschaut und es ist eine Produktion der Redaktion WEH oh WEH - IMMER WIEDERSEHEN!, die für das Schweizer Fernsehens eine Satiresendung produziert. Grundlage ist ein kurzer Zeichentrickfilm, der dann für das Internet auf vier Bilder reduziert wurde. Der Film wurde erstmals in der Folge 9 von WOW am 1.5.2005 veröffentlicht und ist zwischenzeitlich auch auf der Best of-Seite erschienen.
Am 25. November 2007 lief dann in der 25. Folge dieser Schweizer Satire eine erweiterte Fassung, die noch einmal klar den Kontext der massenhaften jährlichen Hinrichtungen in China benennt: http://www.wow-tv.ch/filmclips_25.htm (im linken Menue das vierte Bild anklicken)
Besonders pikant ist der Hinweis auf die Körperwelten von Gunther von Hagen.

Die folgenden vier Bilder habe ich der Seite von Vincent Chow entnommen, der sie im September 2007 veröffentlichte. Ehrensenf hat am 17. März auf die Bilder verwiesen, jedoch ohne einen Hinweis auf den Ursprung zu geben.
Nun aber die Bilder:
Beijing Olympics Logo-Comicstrip-1Beijing Olympics Logo-Comicstrip-2Beijing Olympics Logo-Comicstrip-3Beijing Olympics Logo-Comicstrip-4
Eigentlich sollte hier jetzt das offizielle Logo folgen.
Ich sehe von einer Veröffentlichung ab, weil u.a. in der Wikipedia vor einer Verletzung des Markenrecht gewarnt wird. Das Internationale Olympische Komitee in Lausanne ist vor allem eine Gelddruckmaschine und entsprechend unterliegen alle nicht genehmigten Nutzungen dem Risiko einer kostenpflichtigen Abmahnung.

- - - - - siehe auch :

Sonntag, 16. März 2008

Rituale im Volleyball

Gestern schaute ich mir erstmals ein Ligaspiel im Volleyball an. Mein Neffe spielt in der 1. Herren-Mannschaft des lokalen Vereins DeVolCo `88 in der Heren promotieklasse A (dies ist die zweithöchste Klasse in der Volleybal Regio Nieuw-Gelre). Selbst habe ich vor 25 Jahren in zwei Halbjahren in der Oberstufe Volleyball gespielt, so dass mir die Feinheiten des Spiel bekannt waren. Das Regelwerk hatte sich offensichtlich verändert und es werden heute mehr Punkte gegeben als zu meiner Zeit.
Es war sehr laut im Sportzentrum de Scheg. Nicht nur von der Zuschauertribüne gab es immer wieder Anfeuerungsrufe, sondern auch die Ersatzspieler und die beiden Mannschaften kommentierten jeden Punkt mit einem kollektiven Ruf .

Das Spiel begann damit, dass die beiden Mannschaften sich auf den Feld einfanden und auf der Center-Position der Heimmannschaft DeVolCo `88 ein Mädchen von vielleicht zehn Jahren mit bunt beschriebenen und bemalten T-Shirt und Knieschonern einen Spielball auf die gegnerische Seite baggerte. Dort wurde auch angenommen, zugespielt und über das Netz gespielt. Hier wurde auch angenommen und der Ball wieder dem Mädchen zugespielt, die ihn auch wieder in die gegnerische Hälfte baggerte. Hier wurde dieses Ritual beendet. Alle applaudierten dem Mädchen, dass sich nun auf die Reservebank der Heimatmannschaft setzte. Sie war scheinbar das Maskottchen. Spieler und Spielerinnen der so genannten Minis begleiten für eine Woche das Team (mini van de week). Sie sind bereits seit den Aufwärmen bei Heimspiel dabei. Auf diesen Weg werden die Jüngsten bereits in die Aktivitäten des Vereins eingebunden und bekommen eine Idee von Ligaspielen, wie sie diese dann auch Jahre später in einer Jugendmannschaft spielen werden.

Das Spiel war sehr ausgeglichen zwischen den Mannschaften und jeder Punkt führte nicht nur zu den beiden unterschiedlichen kollektiven Sprüchen beider Mannschaften, sondern auch stets zu einer kurzen Rudelbildung und einem gegenseitigen Abschlagen von allen Spieler. Dies wurde zum Teil auch noch einmal mit dem direkten Mitspielern an der jeweiligen Position wiederholt. Ein weiteres Ritual war die Ballübergabe für den Einwurf. Er wurde stets in einer Art von Eimerkette über viele Postionen dem Spieler zugespielt, der nun den nächsten Einwurf machen sollte.
Volleyball ist ein Mannschaftssport und alle beobachteten Rituale sollen bestimmt das WIR des Team herausstellen. Egal ob gerade jemand einen Punkt herausgespielt oder einen gegnerischen Punkt ermöglicht hat, es ist das Team, dass diesen Punkt gewonnen oder verloren hatte. Keiner kann einen Frust aufbauen und sich alleine an seinem Beitrag zu einen Punkt erfreuen.