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Dienstag, 18. Juni 2013

Fiscal-Verbrecher: Portcullis TrustNet Chambers

Ich mache keinen Hehl daraus, dass jene Firmen, welche den Superreichen helfen, Steuern zu hinterziehen, für mich verbrechen sind.
Offshore-Leaks hat nun seine Datenbank der Beteiligungen und Netze von Institutionen und Firmen in den britischen Offshore-"Staaten" wie British Virgin Islands, Guernsey, Cayman Island, etc. veröffentlicht.
Ich habe vor Wochen bereits über die Deutsche Bank und ihre dubiosen Dienstleistungen zur Vermeidung von Steuerzahlungen berichtet.
Das Stichwort Deutsche Bank führt bereits zu vielen Treffern, doch dann versuchte ich einige der Namen, an denen die Deutsche Bank beteiligt ist und stieß dabei auf die Portcullis TrustNet Chambers (P.O. Box 3444 - Road Town, Tortola) auf den British Virgin Island. Dies ist einer der großen Verschleierer von Geldtransaktionen. Unter der genannten Adresse werden die Interessen von 37.338 Investment Ltd, Development Group Ltd, Family Trust, Global Holding Corporations, etc. pp. verwaltet.

Siebenunddreißigtausend! Noch Fragen?

Ach ja Road Town hat etwa 8.500 Einwohner, die Insel Tortola 14.000 und die gesamten British Virgin Islands 31.000 Einwohner.

Bei Wikipedia fand ich die folgende schöne Formulierung:
"Portcullis TrustNet liefert maßgeschneiderte Lösungen für die Verbringung von Vermögen in Steueroasen. Über die Portcullis TrustNet-Group vermittelte die Filiale der Deutschen Bank in Singapur 308 Offshore-Firmen. Neben der Deutschen Bank gehören unter anderem die Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS zu den Geschäftspartnern von Portcullis sowie die Unternehmensberater PricewaterhouseCoopers, Deloitte und KPMG"
(Quelle: Wikipedia-Artikel: Portcullis TrustNet)

Freitag, 24. Dezember 2010

Wikileaks - Ghanas Stellung im Drogenhandel

Ich schaue etwa einmal in der Woche bei Wikileaks vorbei und überfliege die Überschriften von Depeschen aus afrikanischen US-Botschaften. Aktuell wurde eine Sammlung von Depeschen der US-Botschaft Accra, Ghana veröffentlicht. Bis auf wenige Ausnahmen geht es um das Thema des Drogenschmuggels und wie die allgemeine Korruption und die nun aufkommende Drogenmafia eine Bekämpfung der Stellung von Accra als Transitland verhindert. Kokain aus Südamerika und Heroin aus Asien werden über den Internationalen Kotoka Flughafen Accra nach Europa und zum Teil auch in die USA geflogen.
Dabei gibt es drei Formen des Schmuggels. Einmal "normale" Passagiere, welche die Drogen in kleinen Paketen verschluckten und damit im Körper transportieren, dann VIP-Passagiere, die direkt von der VIP-Lounge ohne Kontrolle zum Flugzeug gefahren werden und schließlich Flughafenpersonal, welches Drogenpakete hinter den Kontrollen an Passagiere übergibt oder Pakete im Flugzeug deponiert.
Diese Einschätzungen stammen nicht nur aus der US-Botschaft, sondern auch von der ghanaischen Antidrogeneinheit (Narcotics Control Board) und aus aufgeflogenen Schmuggelversuchen.
Zweimal musste eine KLM-Maschine von Accra nach Amsterdam auf einen spanischen Flughafen notlanden, weil einer der Passagiere seine Drogenpakete rauswürgte und bewusstlos wurde. In beiden Fällen starben die Kuriere an einer Überdosis der geschmuggelten Drogen.
Auf einen anderen KLM-Flug wurden unter den Passagiersitzen (da wo sonst die Schwimmwesten zu erwarten sind) Drogenpakete platziert.
In den USA wurde ein Parlamentsabgeordneter festgenommen, der in seinem nicht kontrollierten Gepäck Drogen transportierte. Die vorherige konservative Regierung hat einer zunehmenden Zahl von nicht so Prominenten Zugang zum nicht kontrollierten VIP-Bereich ermöglicht (verkauft). Korruption gab es bereits vorher, doch wurde dies unter Präsident John Kufuor systematisiert. Die neue Regierung unter Präsident John Atta Mills steht vor dem Problem, dass jede Ermittlung auf dieser höchsten politischen Ebene vor allem als eine politische Aktion missverstanden werden kann und damit den inneren Frieden gefährdet.
Die Drogenmafia zeigt sich dadurch, dass in Grenzgebieten plötzlich sehr exklusive Villen gebaut werden oder im Umland von Accra große Grundstücke erworben werden. Es gibt bisher keine Untersuchungen, woher diese Personen die hierfür notwendigen (umgerechnet) 100.000en von US-Dollar haben.
Auf dem Flughafen Accra wurden die von der USA gelieferten speziellen Analyseeinheiten zur Kontrolle von Personen und Gepäck systematisch sabotiert. Die Geräte wurden in einer Form beschädigt, dass dies spezielles technisches Wissen voraussetzt. 
Ich empfehle die Lektüre im Original:
(Alle angegebenen Webadressen können natürlich wechseln, da die US-Regierung weiterhin dafür sorgt, dass Provider ihre Dienste für Wikileaks beenden.
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Mein Beitrag über Kenya und wie dort China seine diplomatische Stellung missbraucht, um Elfenbein-Schmuggelzu betreiben befindet sich zwischenzeitlich in meinem Archiv.