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Sonntag, 26. Oktober 2014

Dreckluft

Wenn ich meine Heimatstadt für einige Tage hinter mir lasse, bemerke ich schnell wie verschmutzt die Luft dort ist. In einer Großstadt bedingt die Konzentration von Menschen mehr Schadstoffe aus Verbrennungen (Verkehr, Stromerzeugung, Industrie, individuelle Heizungen und Kamine) und dem Abrieb von Reifen. Dieser Feinstaub ist überall und führt zu einer ständig verstopften Nase bzw. der täglichen Notwendigkeit Taschentücher zu nutzen.
Bereits wenige Tagen in einer Kleinstadt weiter im Norden haben die Nase frei gemacht.

Dennoch kann ich mir nicht wirklich vorstellen, wieder in einer kleineren Stadt als in meinem Hannover zu leben. Lebensqualität ist viel mehr als saubere Luft.

Sonntag, 11. Mai 2014

Der ökologische Fußabdruck

"Von der bedrohlichen zur bedrohten Natur" war 2006 das Thema beim Europa-Kolleg. Im Seminar und in Gesprächen während und nach der Veranstaltung wurde auch der ökologische Fußabdruck diskutiert. Die Frage, wie weit jeder von uns die Ressourcen unserer Welt übermäßig nutzt und damit seinen persönlichen Beitrag zu bestehenden und kommenden Umweltproblemen zu verantworten hat, bleibt aktuell.
Der Entwicklungsdienst der Evangelischen Kirche hat wie viele andere Anbieter vor ihm einen Test zur Bestimmung des ökologischen Fußabdrucks vorgelegt. Mit 13 Fragen zur Ernährung, zum Wohnen, zur Mobilität und zum Konsum wird der persönliche Wert berechnet und in einem Verhältnis zum Durchschnittswert für Deutschland und die Welt gesetzt.
Maßeinheit ist dabei der globale Hektar (gha), welche die biologisch produktive Fläche darstellt, die jeder individuell für seinen Lebensstil verbraucht.
Wir leben über unseren Verhältnissen. Seit den 1970-er Jahren wird dies von der Umweltbewegung bekannt gemacht. Doch die gha-Ziffer wächst immer weiter. Jeder Erdenbürger hat statistisch 1,8 gha für sich, aber der Durchschnitt für die Weltbevölkerung liegt bei 2,7 gha und für Deutschland bei 4,6 gha. Ich habe den Test zweimal gemacht. Einmal mit optimistischen und einmal mit pessimistischen Annahmen. Danach habe ich selbst einen Wert von 3,5 bis 4,4 gha.

Wie problematisch die Situation ist, wird vielleicht deutlich, wenn bekannt ist, dass selbst ein armes Land wie Nicaragua bereits einen durchschnittlichen gha von 1,5 erreicht hat.

Bei den 13 Fragen gibt es jeweils die Möglichkeit auf einer Skala seinen Eigenverbrauch zum Beispiel bei tierischen Produkten oder der Kilometerleistung verschiedener Verkehrsmittel anzugeben.
Ich kann nur dazu einladen, doch selbst einmal diesen kurzweiligen Test zu machen und über das Ergebnis nachzudenken.
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Die Webseite: Brot für die Welt - Der ökologische Fußabdruck

Samstag, 16. November 2013

Prestige-Katastrophe 2002 - Keiner schuldig

Diese Woche wurde einmal mehr die Prestige-Umweltkatastrophe vom November 2002 vor Gericht aufgearbeitet (siehe aktuellen Artikel). Damals  havarierte der Tanker "Prestige" vor der galicischen Küste, wurde auf Anweisung spanischen Autoritäten auf den Atlantik geschleppt, wo das Schiff zerbrach und sank. In der Folge verteilten sich mehr als 50.000 Tonnen Schweröl im Meer und wurden in Portugal, Spanien und Frankreich angeschwemmt. Fischfang wurde verboten, unzählige Wasservögel starben und die Strände waren nicht mehr zu nutzen.
Diese Katastrophe führte zu einer der größten Freiwilligen-Aktionen in Europa. Tausende Freiwillige -ohne Unterstützung der konservativen spanischen Regional- und Landesregierung-  reisten im Frühjahr 2003 an die betroffenen Strände und begannen mit den Aufräumarbeiten.
(Foto: Ana Brunbeck - Denkmal für die Freiwilligen in San Vicente del Mar, Galicien)
Das Thema "Prestige" ist tief in der Erinnerung der betroffenen Bevölkerung verankert. Ich musste bei der aktuellen Berichterstattung an die vorbereitenden Hausarbeiten zum Europa-Kolleg 2006 denken. Gleich drei der 20 Abiturientinnen und Abiturienten aus 12 Ländern schrieben über diese Katastrophe. Der Blog zum EK06 ist weiterhin online und ich verweise deshalb auf die Texte einer Schülerin aus Lissabon, und Schülern aus Bilbao und Barcelona.
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Die deutsche Wikipedia erwähnt die Freiwilligen nur in einem Foto. Die englische Wikipedia hat wenigstens ein paar Zeilen zum Beitrag der Freiwilligen, zwei der Freiwilligen haben im Schweizer Magazin "Das Magazin", Ausgabe 6/2013 ein sarkastisches Resümee gezogen. Der Text von Christian Schmidt wird mit großformatigen Fotos von Manuel Bauer illustriert.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Britischer Umweltminister zum Klimawandel

Es gibt Idioten, es gibt Klima-Skeptiker und es gibt Owen Paterson, der beides kombiniert. Er ist britischer konservativer Abgeordneter und Minister für Umwelt, Ernährung und ländliche Räume. Wenn Konservative ein Umweltministerium besetzen, ist dies oftmals eine Lachnummer, denn für sie sind Landwirte und Jäger die Experten für Natur- und Umweltschutz.
Die Tories hielten am letzten Wochenende eine Konferenz ab und dort sagte der The Rt Hon Paterson MP:
"I think the relief of this latest report is that it shows a really quite modest increase, half of which has already happened. They are talking one to two and a half degrees. (...) Remember that for humans, the biggest cause of death is cold in winter, far bigger than heat in summer. It would also lead to longer growing seasons and you could extend growing a little further north into some of the colder areas."
(The Guardian, 30.09.2013)
Wunderbar, wenn so ein politischer Experte erklärt, dass ein Temperaturanstieg von 1-2,5° kein Problem sein und das Gute an der Erwärmung sei, dass im Winter nicht mehr so viele Menschen erfrieren.
Ist das noch Dummheit und Ignoranz oder beruflicher Zynismus?
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siehe auch: taz-Artikel von Ralf Sotscheck und mein Nachruf auf den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander.

Sonntag, 15. März 2009

Пчелен мед – Honig aus Bulgarien

Im Rahmen meiner Arbeit erhalte ich manchmal als ein „Danke Schön!“ regionale Spezialitäten wie zuletzt die Pastéis de Belém aus Lisboa.
Im Sommer wurde mir ein Glas bulgarischer Honig überreicht.
Ist es nun das ängstlich-politisierte Bewusstsein, dass dazu führte, dass als erster Gedanke aufkam „wie hoch mag die radioaktive Belastung des Honigs sein“?

Geerntet im Jahre 22 nach Tschernobyl sind die Folgeschäden oftmals verdrängt, doch die radioaktive Belastung wird noch über Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte je nach Art der Radionukliden zu messen sein und eine reale Gefahr bedeuten (Für Messergebnisse siehe zum Beispiel Schafe aus Norwegen oder das staatliche Messprogramm in Niedersachsen für Pilze und Wild).

Dennoch ein Danke nach Sofia für den Honig!

Sonntag, 23. November 2008

Vortrag Schellnhuber in der HAB

Am Freitag, den 21. November 2008 fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Politik im Gespräch“ ein Vortrag mit anschließender Diskussion von Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, CBE (Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in Bibliotheca Augusta in Wolfenbüttel statt. Das Thema lautete:
Die Neuerfindung der Moderne
Klima- und Energiesicherheit im 21. Jahrhundert


Dies sind meine Gedanken zu diesen Abend. Viele Ausführungen wurden notiert, aber keine davon ist als ein Zitat zu verstehen.

Das Grußwort und die Einführung in die Person kam vom Bundesminister Sigmar Gabriel, der gleichzeitig der lokale MdB ist. BM Sigmar Gabriel ist die Person des Vortragenden wohl bekannt, da dieser zu den Beratern der Bundesregierung in Umweltfragen gehört und wesentlich am Entwurf der umweltpolitischen Agenda während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Gipfels beteiligt war.

Gabriel wagte zunächst eine Ausführung zur Frage der Moderne, die sich alleine schon daraus ergab, dass in der HAB die Erforschung des Beginns der Moderne erfolgt. Er verwies darauf, dass es gerade die Betrachtung der Konflikte von Moderne und Vormoderne sind, die uns den Weg weisen können.
Aktuell trifft die Vormoderne auf die Moderne in zwei global betrachteten Feldern. Piraten überfallen wie im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit Schiffe, die einen wesentlichen Beitrag zur globalen Wirtschaft leisten. Vormodernes Denken, das keine Regeln akzeptiert bestimmt viele Transaktionen der Finanzwirtschaft und handelt damit gegen die Interessen der modernen Gesellschaft, die ohne Regeln nicht denkbar ist.

In einer weiteren Analogie kann die Finanzwirtschaft mit der Umweltpolitik verglichen werden. Faule Kredite ohne jede realistische Chance der Zurückzahlung waren Grundlage einer Illusion auf dem Immobilienmarkt. Auch im Bereich der Umwelt werden ständig faule Kredite auf die Zukunft genommen. Diese Illusion der Kontrollierbarkeit der Umwelt kann jederzeit wie die Blase der modernen Finanzwirtschaft platzen.

Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber ist von seiner akademischen Ausbildung her Mathematiker und Physiker. Er ist der Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und prominentes Mitglied im „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (=IPCC), die 2007 zusammen mit Al Gore den Friedensnobelpreis bekamen.

Er sprach zunächst von der Zukunftsforschung und inwieweit sich die Prognosen der Klimaforscher von Prognosen der Wirtschaftsforscher („Die Wirtschaftsweisen“) und der so genannten Zukunftsforscher unterscheiden. Den Klimaforschern stehen mit den größten Rechneranlagen der Welt zur Verfügung und ihre Prognosen haben eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 80 und mehr Prozent. Zukunftsforscher benutzen keine Statistik und sind eigentlich keine Forscher und die Wirtschaftsweisen geben zwar alle halbe Jahre eine Prognose der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, die aber nie mit der Realität übereinstimmt und dennoch wird diesen Berichten eine große Aufmerksamkeit gewidmet.
Prognosen zum Klimawandel sind sicher, denn die Treibhausgase, die in den nächsten Jahrzehnten wirksam werden, sind bereits in der Atmosphäre.

Prof. Schellnhuber sieht eine Zeitenwende auf uns zukommen und die aktuelle wirtschaftliche Krise als Chance für ein Umsteuern auf ein nachhaltiges Wirtschaften. Wir befinden uns einmal mehr in einer großen Transformation, welche die große Beschleunigung nach 1945 beendet. Ohne das billige Rohöl hätte es nicht die wirtschaftliche Entwicklung gegeben, die wir erlebten. Nun stehen wir an einer Zeitenwende, wie zuletzt am Ende des 18. Jahrhunderts, als Holz als Baustoff und Energieträger in eine Krise kam und gleichzeitig viele Äcker ausgelaugt waren. Diese Krise schuf die nachhaltige Holzwirtschaft und führte zum Erschließen der fossilen Energieträger Kohle und seit etwa 1850 auch Erdöl. Gleichzeitig begann damals das systematische Düngen von landwirtschaftlichen Flächen.

Ihn als Klimaforscher wird von der Politik und der Wirtschaft immer wieder eine Doppelfrage gestellt, wenn er auf die Notwendigkeit eines Wandels der Wirtschaftsweise verweist: Warum jetzt und warum wir hier?

Warum jetzt!
Der Meeresspiegel steigt schneller als noch im Jahre 2001 im Bericht der IPCC prognostiziert. Dort wurde zwar auf die fehlende Datenbasis aus dem Schmelzprozess des Inlandeises verwiesen, aber keine Zahlen in die Prognose eingearbeitet. Nun ist bekannt, dass jährlich 200 Kubikkilometer Eis alleine auf Grönland schmelzen und es gibt erste Berechnungen zum Schmelzwasser des Himalaja.
Mal kurz rechnen =
Wie viel Eis/Wasser währe auf der Fläche Deutschlands (357.092,90 km²),
bei 200 km³ Eis?
200 km³ sind 200.000.000.000 m³
358.092,90 km² sind 358.092.900.000 m²
Auf jeden Quadratmeter Deutschlands würde eine
55 Zentimeter hohe Eisschicht liegen.
OK, Deutschland ist im globalen Maßstab betrachtet kein wirklich großes Land.
Die Erde hat 510.100.000km² und alle Ozeane 361.100.000km² dann wären es 0,55mm/a Meeresspiegelanstieg alleine durch den Schmelzprozess in Grönland.
Doch zurück zum Vortrag:
Warum haben die Klimaforscher eine maximale Grenze der Erwärmung von global 2° Celsius für die Beherrschbarkeit des Klimawandels definiert? Dies ergibt sich aus den sogenannten Kipp-Prozessen. Elemente, die zum Klimawandel beitragen verhalten sich nicht linear. Beim Überschreiten bestimmter Werte beschleunigen sich die Prozesse. Wesentlich sind hierbei der Permafrost der nördlichen Breiten, das tibetanische Hochplateau, der Amazonas-Regenwald und das Great Barrier Reef. Die letzten beiden sind die größten Biotope auf Land und im Ozean und damit für die Bindung von CO2.
Der Permafrost in Sibirien und Kanada bindet große Mengen von Methan. Methan ist ein 25-mal wirksameres Treibhausgas wie Kohlendioxid. Wenn nun der Permafrost taut, wird Methan freigesetzt und sich der Temperaturanstieg beschleunigen.
Das tibetanische Hochplateau ist ein Kühlschrank für Asien und das Weltklima. Die Gletscher und vereisten Seen fingieren wie Spiegel und reflektieren die Sonneneinstrahlung. Mit dem Tauprozess wird die Sonnenenergie auf den dunkleren Boden in Wärme umgewandelt. Auch hier kommt es zu einer Beschleunigung der Erwärmung.
Nach den Prognosen der Klimaforscher gibt es eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass sich mit der Erwärmung, der unvernünftigen Nutzung durch Wirtschaftsinteressen und der allgemeinen Versauerung von Atmosphäre und Meerwasser der Amazonas bis zum Ende des Jahrhunderts in eine Steppe verwandelt und das Great Barrier Reef abstirbt. 2° Celsius als Temperaturanstieg sind eine optimistische Prognose, die davon ausgeht, dass sich in den nächsten Jahrzehnten unsere Energieproduktion und –verbrauch vollständig wandelt. Seit 1900 ist die globale Temperatur bereits um 0,8° gestiegen und die Weltwirtschaft hat bereits Treibhausgase für einen weiteren Temperaturanstieg von 1,6° emitiert. Das dies noch nicht wirksam ist, liegt zum einen an den langsamen Prozessen in der Atmosphäre und zum anderen an der Luftverschmutzung beim Ausstoß von Kohlendioxid. Schwefeldioxid und andere Schadstoffe haben eine Kühlungseffekt, da sie die Sonneneinstrahlung reflektieren. Der Einbau von Filtern in Kraftwerken in China würde die Luft reinigen und die Wirksamkeit des Kohlendioxid freisetzen.
Die zweite Frage der Skeptiker lautet stets: Warum sollen wir hier etwas gegen den Klimawandel tun?
Ökonomisch betrachtet würde Europa und Deutschland in der Zukunft den „first mover advantage“ haben. Wenn bis 2020 der Wandel in der Energieproduktion weltweit stattfindet, würden die Staaten, die bereits vorher mit diesen Prozess begonnen haben, vorteile auf den Weltmarkt haben. Hier wären die Beispiele für eine saubere Industrie.

Prof. Schellnhuber machte nun eine ungewöhnliche Analogie.
Er verglich das Beharren auf die bestehende Wirtschafts- und Energieordnung mit dem Beharren auf die Sklaverei vor 1800.
Selbst Adam Smith erklärte, dass es keine Wirtschaft ohne Sklaverei geben kann. Als die Gegner der Sklaverei öffentlich argumentierten und Einfluss gewannen, sagten ganze Wirtschaftszweige wie die britische Werftindustrie, dass sie dann nach Frankreich abwandern würden, wo Sklaverei erlaubt sei.
In Europa wird nun auch so getan, als wenn eine weniger energieintensive Produktion undenkbar wäre und Energiefresser wie die Aluminiumindustrie drohen bereits mit der Abwanderung in andere Regionen.

Der Blick in die Zukunft von Prof. Schellnhuber war illustrativ. Er setzte die energetische Zukunft auf Photovoltaik und Energieeffizienz in Europa und die Erzeugung von elektrischer Energie im Großmaßstab in Nordafrika. Er verwies darauf, dass Atomkraft keine Zukunft hat, denn in einen Monat Sonneneinstrahlung in der Sahara würde mehr Energie die Erde erreichen, als in allen spaltbaren Uranvorkommen der Erde zusammen. Atomkraft ist dabei ähnlich wie die Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen. In einen Jahr würden davon so viele verbrannt, wie in einer Million Jahren erzeugt. Es geht hier um absurde Relationen.
Die Kraftwerke in Nordafrika müssten mit Gleichstrom die Energie nach Europa transportieren. Dies hätte beim heutigen Stand der Technik nur ein Energieverlust von etwa 15 Prozent von Nordafrika nach Nordeuropa zur Folge. Zum Vergleich, der Verlust durch Leckage liegt beim Erdgastransport von Russland nach Westeuropa auch bei 15 Prozent.

Von der folgenden Diskussion kann ich nicht mehr viel berichten, da mein Zug nach Hannover mich zum Aufbruch drängte.
Nur zwei Gedanken gegen die Zukunftsvisionen von Prof. Schellnhuber:
  1. Die Energieproduktion im Großmaßstab ist eine der Quellen der Krisen. Nur sehr große Betriebe können an dieser Produktion und dem Transport der Energie teilhaben und damit wird eine Abhängigkeit von wenigen Akteuren fortgesetzt.
  2. Die Sahara ist nicht bekannt für ihre Sonneneinstrahlung sondern auch für Sandstürme, die jede Art von Technik beschmutzen und zerstören können.
Auf meiner Skala von Vorträgen gebe ich diesen Vortrag ein D und sehe ihn damit in der zweithöchsten Kategorie.

Freitag, 24. Oktober 2008

Douglas Adams Lecture on Conservation

Douglas Adams (1952-2001) war nicht nur ein satirischer Schriftsteller und Philosoph, sondern auch ein Naturschützer. 1985 erhielt er vom britischen Observer die Einladung zusammen mit den Zoologen Mark Carwardine nach Madagaskar zu reisen und dort das vom Aussterben bedrohte Aye-Aye zu suchen und durch die Berichterstattung einen Beitrag zum Erhalt dieser Primatenart zu leisten.
Dieser Reise folgten einige Jahre später weitere Reisen zu anderen vom Aussterben bedrohte Tierarten. Diese Reiseberichte wurden sowohl als BBC-Radio-Serie als auch als Buch „Last Chance to see ...“ (1990) [Deutsch: Die letzten ihrer Art, 1992] publiziert. Douglas Adams beklagte, dass diese ihn sehr wichtige Publikation die geringste Auflagezahl aller seiner Bücher hat.

Douglas Adams hielt an der University of California Santa Barbara 2001 den Vortrag „Parrots, the Universe and Everything“, der zum Teil aus einer Lesung aus dem Buch „Last chance to see...“ ist.
University of California TV (UCTV) zeichnete diesen Vortrag auf und sendete am 28. Mai 2001 kurz nach dem Tod von Douglas Adams diesen Vortrag ungekürzt. UCTV hat diesen 87 Minuten Film auf der Plattform von YouTube hinterlegt.
Es lohnt sich den Film (120MB) zu laden und an einen Abend zu schauen. Auf YouTube kann so ein langer Film wegen des zappeligen Umfelds nicht angeschaut werden Er ist nicht nur unterhaltsam, sondern gibt einen tiefen Einblick in die Welt der Zerstörung von Ökotopen und der damit einhergehenden Ausrottung vieler Tierarten durch das Raubtier Homo sapiens sapiens.

Hier einige Zitate von Douglas Adams zu verschiedenen Themen:
Idiotensicher, Redefluss, technische Entwicklungen, Komik / Comedy im Fernsehen, Religiösität, Schreibblockade, Fristen und Termine, verrückt werden, Objektivität und Paradoxe, Problemlösung, Logik.

Montag, 1. Januar 2007

EK06 Mensch und Umwelt in Europa

Für das Europa-Kolleg 2006 wurden Hausarbeiten zum Umgang mit der Natur in den Ländern der Teilnehmenden angefertigt. In einen zweiten Teil sollte auch jeweils ein persönliches Umwelt-/Natur-Erlebnis geschildert werden.
Nach vielen Stunden Arbeit als Redakteur liegen die Texte nun im Blog des Europa-Kollegs 2006 vor:
Die Texte handeln von (Nord nach Süd gegliedert von):
Die Zahlen hinter den einzelnen Titeln dokumentieren, wie häufig einer dieser Sachtexte über Google direkt angewählt wurde (Stand: 6. Juni 2008). Es ist also im Sinne des Wortes eine Hitparade der Treffer, die unmittelbar mit der jeweiligen Detailfülle einzelner Artikel zusammenhängt.