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Dienstag, 1. Januar 2019

2018 - wärmste Jahr in Hannover

Die Station Hannover-Langenhagen des Deutsche Wetterdienst  hat die Tageswerte für Silvester veröffentlicht und es ist wohl keine Überraschung, dass auch für Hannover gesagt werden kann:
2018 war das wärmste Jahr seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen.
Dargestellt sind die Jahresdurchschnittstemperaturen, der fünfjährige Durchschnitt und der 30-jährige-Durchschnitt, der 2018 erstmals die 10°-Grenze überschritt.

Die Top 5 Jahre bei den Temperaturen sind aktuell:
2018: 11,15°
2014: 11,14°
2015: 10,88°
2000: 10,75°
1999: 10,61° 
Die Referenztemperatur (Klimanormalwert) ist der Mittelwert für die Jahre 1961-1990. 8,9°, das Jahr 2018 war 2,25° zu warm.
(siehe auch den vorherigen Beitrag)

Es gab schon andere warme Jahre, aber seit den 1990-er Jahren wird immer wieder neue Rekorde aufgestellt. Seit 1936 steht die Wetterstation des heutigen DWD am Flughafen Hannover-Langenhagen. Frühere Werte sind entsprechend nicht vollumfänglich vergleichbar. Es gab vor 1936 nur ein warmes Jahr, das in die TOP 5 aufrücken würde. Doch dieses Jahr war eine Singularität im Vergleich zu den Vorjahren und den folgenden Jahren:
(1867: 9,0°) 1868: 10,74° (1869: 9,39°).

Die Veränderung der Temperatur ist nur ein Aspekt des reginalen Klimawandels, doch der einzige, der allen Menschen die Veränderung zeigt.
(Messwerte von der Webseite der DWD. Berechnung von Durchschnittswerten und Graphiken vom Autor)

Dienstag, 9. Oktober 2018

Hannover - Klimawandel - 2-Grad-Grenze

Regionaler Klimawandel
Leser meines Blog wissen, dass mich Klimatologie und Meteorologie interessiert. Ich referiere hier nicht die Ergebnisse für nationale, kontinentale und globalen Berechnungen des Klimawandels. Mich interessiert, was passiert in der Region Hannover. Lässt sich hier auch der Klimawandel feststellen.
Einfache Antwort: Ja! (siehe Beispiel: April in Hannover)

Grundlage meiner Beobachtungen sind die täglichen Messwerte der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Hannover-Langenhagen, die mir für die letzten mehr als 70 Jahre vorliegen. Aktuell warnt der UN-Weltklimarat davor, dass global nur mit großer politischer und wirtschaftlicher Anstrengung der Temperaturanstieg bis 2100 bei 1,5° gestoppt werden kann.

Lokal liegt in Hannover seit dem 7. August 2018 die Jahresdurchschnittstemperatur mehr als 2,0° über den langjährigen Mittelwert der Jahre 1961-1990, der sogenannten Klimanormalperiode.
Dargestellt ist der Durchschnitt von 365 Tageswerten der Wetterstation Hannover. Der erste Punkt am 30. Juli 2018 steht für den Durchschnitt der 365 Werte zwischen dem 31. Juli 2017 und dem 30. Juli 2018. Der letzte Punkt am 10. April 2019 für den Mittelwert der 365 Tageswerte zwischen dem 11. April 2018 und dem 10. April 2019.
Die Abbildung beginnt mit 10,8° oder 1,9° über den Klimanormalwert für die 30-Jahre 1961-1990. Am 7. August wurde die 2,0°-Grenze überschritten.
Es ist dies das fünfte Mal seit 1946, dass die Jahresdurchschnittstemperatur mehr als 2° über den langjährigen Mittelwert liegt. Vor dem Jahr 2000 lag die Durchschnittstemperatur niemals mehr als 2,0° über den Klimanormalwert.
2000 waren es    47 Tage,
2007 waren es 221 Tage,
2014 waren es 107 Tage,
2016 waren es    58 Tage
und 2018-2019 sind es bis zum 21. Juni bereits  319 Tage, also mehr als zehn Monate. Dabei lag zwischen dem 27. Februar und dem 12. Mai 2019 die Jahresdurchschnitts-Temperatur sogar mehr als 2,5° über den Klimanormalwert.
Der Wert für den 2. April 2019 (Durchschnitt der 365 Tageswerte vom 3.4.2018 bis zum 2.4.2019) war der Maximalwert der Jahrestemperatur für diese Periode:
11,85° oder 2,95° wärmer als der Klimanormalwert.

Der Winter (?) 2018-2019 zeichnete sich durch eine Vielzahl von deutlich zu warmen Tagen aus.


In der zweiten Abbildung habe ich die Tageswerte des Winters 2018-2019 mit dem jeweiligen Monatsmittel der Monate Dezember-Januar-Februar verglichen. Abweichungen sind normal und den Klimawandel bedenkend sollte es eine verschobene Normalverteilung geben. Es gibt aber bisher nur wenige Tage die kühler sind, als das jeweilige langjährige Monatsmittel.
Im Februar müsste zum Beispiel eine Tagesmitteltemperatur von 1,1° unterschritten werden, damit ein Tag als kühl definiert werden kann. Dies traf bisher nur auf die drei ersten Tage des Monats zu, als die Tagesmitteltemperatur zwischen -0,7° und +0,5° lag.

Sonntag, 10. September 2017

Hannover - Niederschlag im Sommer 2017

Es war ein nasser Sommer. In den drei Sommermonaten fielen in Hannover insgesamt 340,3 l/m². Im langjährigen Mittel (Klimanormalwert für die Periode 1961-1990) sind es "nur" 198,6 l/m².


Auffällig sind die vielen Tage mit reichlich Niederschlag. Bis zum astronomischen Sommeranfang war Hannover für sechs Wochen von Trockenheit geprägt.
In den 30 Jahren von 1982-2011 (konsolidierte Angaben der DWD-Station Hannover-Langenhagen) gab es im Sommer nur 1994 und 2006 jeweils acht und 2002 sogar neun Tage mit mehr als 10 l/m² Niederschlag. 2017 waren es 12 Tage!
Es ist aber kein Trend (lokaler Klimawandel) zu mehr Tagen mit heftigen Niederschlägen zu erkennen.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Hannover Wetter Dezember 2016


Es war ein sonniger, trockener und warmer Dezember. Die Monatsmitteltemperatur lag mit 4,1° um 2,2° über den langjährigen Mittelwert der Jahre 1961-1990 (=Klimanormalwert oder CLINO).

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht kostenfrei Messwerte für seine Wetterstation. In diesem Blog werden die Messwerte der Station Hannover-Langenhagen graphisch dargestellt.
Auf der linken Skala kann für jeden Tag die höchste und tiefste Temperatur abgelesen werden, auf der rechten Skala ist der tägliche Niederschlag und die Zahl der Sonnenstunden zu erkennen.
In heiteren, trockenen Perioden gab es kaltes Winterwetter.
Die höchste Temperatur wurde am 8. Dezember mit 11,2° erreicht, die tiefste Temperatur am 6. Dezember mit -8,1°. Es gab 13 Frosttage. Im langjährigen Mittel sind im Dezember für Hannover 14 bis 15 Frosttage und 5 bis 6 Eistage verzeichnet. Nur an den 13 genannten Frosttage gab es auch Bodenfrost und am 5. Dezember wurden -11,0° gemessen. Hier liegt der langjährige Mittelwert bei 14 bis 20 Tagen mit Bodenfrost.

Aus den stündlichen Messwerten berechnet der DWD die Tagesmitteltemperatur.
Dargestellt sind die Tagesmitteltemperatur und der gleitende Durchschnitt von fünf Tagen. Die kältesten Tage waren der 5. und 6. Dezember mit jeweils -2,8°. Der wärmste Tag war der 25. Dezember mit 8,9°.

Vergleich der Tagesmitteltemperatur mit dem CLINO-Monatswert.
Dargestellt sind die positiven und negativen Abweichungen vom langjährigen Mittelwert 1,9°.
Es ist deutlich zu sehen, dass es zwar kühle Phasen gab, aber die warmen Phasen länger waren und eine größere Abweichung vom CLINO-Wert zeigen.

Vergleich der Tagesmitteltemperatur mit Vergleichswerten für jeden Tag.
Zu sehen sind zum einen der langjährigen Mittelwert für jeden Tag für zwei 30-Jahres-Perioden und zum anderen die Grenzwerte für jeden Tag, um einen extrem zu warmen oder zu kalten Tag zu definieren.
Die beiden kältesten Tage waren auch im Vergleich mit den werten von 60 Jahren extrem kalt. Es gab sechs extrem warme Tage.

An 15 Tagen fielen insgesamt 30,1mm Niederschlag, davon am 10. Dezember 14,0mm. Es war ein trockener Monat, als CLINO sind 59,7mm verzeichnet und der Dezember 2016 erreichte nur 50% des Wertes.

An 17 Tagen zeigte sich die Sonne und in der ersten und letzten Woche gab es sogar sonnige Tage mit mehr als sechs Sonnenstunden. Im ganzen Monat waren es 53,9 Sonnenstunden, was 161% des CLINO für Dezember entspricht.

Es gab drei Windereignisse. Am 11., 26. und 27. Dezember wurde Windstärke 8 registriert. Der Spitzenwert dieses stürmischen Windes lag am 26. Dezember bei 20,4 m/s.

Alle Messwerte stammen wie jeden Monat vom Deutschen Wetterdienstes.
Berechnungen, Abbildungen und Vergleiche stammen vom Blogautor.
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Die folgenden Symbole führen jeweils zum genannten rückblickenden Monatsbericht:
2016
2015
2014
2013

2012

2011

2010

Der Jahresbericht 2009 ist hier zu finden und hier sind die Monatsberichte 2009:

Der Jahresbericht 2008 ist hier zu finden und hier sind die Monatsberichte 2008:

Neben diesen monatlichen Berichten habe ich bisher dreimal zum Klimawandel am Beispiel von Hannover gebloggt: 2007 schaute ich auf Monatswerte der 2000-er Jahre, 2013 untersuchte ich speziell den Monat April, der langfristig immer sonniger, trockener und wärmer wird, und nochmals 2013 in langen Zeitreihen den Temperaturanstieg seit dem Ende des 19. Jahrhunderts.
Es gibt außerdem noch ein Blick auf das Wetter in Hannover im Jahre 2007, speziell den Sommer 2007. Es gibt einen langen Beitrag zum sehr kalten Winter 2009-2010 mit Vergleichen zu anderen Wintern, ein Vergleich zwischen den Winter 1985/86 und 2011/12 und aktueller zum langen Winter 2012-2013.
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Siehe auch die frühsten, noch sehr einfach gehaltenen Wetter-Darstellungen: