In einem früheren Beitrag habe ich bereits über die eisigen Tage zwischen dem 17. und 21. Dezember berichtet. Der gesamte Winter 2009-2010 wird in einen eigenen Beitrag mit früheren Winter verglichen.
Der Monat Dezember 2009 war in Hannover kalt, sonnig und feucht. Die monatliche Durchschnittstemperatur lag bei 0,8°, im langjährigen Mittel hat der Dezember 1,9°.

Die Abbildung zeigt (ein Klick und Details sind zu sehen!), wie für die Vormonate die Tageshöchsttemperatur als rote Linie, die Tiefsttemperatur als hellblaue Linie, den Niederschlag in blauen Balken und den Sonnenscheinstunden als gelbe Flächensignatur. Auffällig sind zwei Elemente. Zum einen der Starkregen am 10. Dezember mit 32,0mm Niederschlag und der scharfe, kurze Einschnitt sowohl bei den Tageshöchst- als auch bei den Tagestiefsttemperaturen zwischen den 17 und 21. Dezember. Am 19. Dezember betrug die Tageshöchsttemperatur –12,0°. Ein erheblicher Gegensatz zur monatlichen Höchsttemperatur am 6. Dezember mit 11,1°. Die tiefste Temperatur wurde am Morgen des 19. Dezember mit –19,9° erreicht. Es gab 18 Frosttage und 8 Eistage. An 24 Tagen wurde Bodenfrost festgestellt. Die extremen Werte waren dabei -19,8° am 18.12., -22,4° am 19.12. und -21,8° am 20.12. Die Anzahl dieser besonderen Tage ist überdurchschnittlich wenn sie mit den Monatswerten für den Dezember der letzten 30 Jahre verglichen werden.

Die Tagesmitteltemperaturen wurden zu einem gleitenden Mittelwert über 5 Tage umgerechnet.

Die dritte Abbildung zeigt diesen Mittelwert im Verhältnis zum Klimanormalwert . Der Monat war zunächst zu warm und ab der Mitte mehr als fünf Grad unter dem Normalwert. Um Weihnachten änderte sich die Wetterlage und die Temperaturen stiegen wieder, doch zum Jahresende kam wieder ein Wechsel zu kalten Tagen.


Im Dezember 2009 gab es 45,5 Sonnenstunden und damit wurden 136% des langjährigen Mittels erreicht. Diese Abweichung ist nicht besonderes und deshalb erfolgt auch kein Vergleich mit anderen Jahren. An 21 Tagen fiel Niederschlag, der sich auf 80,3mm summierte. Dies entspricht 135% des langjährigen Mittelwerts. Auffällig ist nur der extreme Niederschlag am 10. Dezember. Am 25. Dezember wurde in Böen eine maximale Windgeschwindigkeit von 22,2 m/s gemessen. Dies entspricht Windstärke 9 (Sturm) der Beaufort-Skala.
Wie stets ist meine Datenbasis die öffentlich zugängliche Datenbank des Deutschen Wetterdienst (Rubrik Wetter + Klima, dann links in das Verzeichnis Klimadaten) und alle Angaben sind für die Station 10338 Hannover-Langenhagen. Die Berechnungen von Durchschnittswerten und die Graphiken stammen von mir.
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Die meteorologischen Wintermonate Dezember 2009 bis Februar 2010 werden hier mit dem Winter früherer Jahrzehnte verglichen. Der Jahresbericht 2009 ist ein eigener Beitrag. Wetterberichte für die Monate des Jahres 2009:
Der Jahresbericht 2008 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2008:





Es gibt außerdem noch ein Blick auf die eisigen Tage zum Jahreswechsel 2008/2009 und einen Rückblick auf das Wetter im Jahr 2007 findet sich hier, mein Blick auf die Wintertemperaturen in Hannnover hier (inklusive Winter 2007/08) und den Sommer 2007.
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