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Mittwoch, 2. Dezember 2020

Volksbegehren Artenvielfalt Endergebnis

Bis zum 13. November 2020 wurden Unterschriften zum Volksbegehren Artenvielfalt Niedersachsen von den Wahlämter der Gemeinden auf ihre Gültigkeit überprüft und registriert.

Dies ist mein vierter und abschließender Bericht über das Volksbegehren. Diesmal mit dem Endergebnis.

Insgesamt 162.530 wahlberechtigte 'Niedersachsen*innen unterstützten die erste Phase des Volksbegehrens. Dies entspricht 2,67%. In dieser ersten Phase hätten wir nur 25.000 Unterschriften sammeln müssen, um dann das eigentliche Volksbegehren zu beantragen und dann noch weitere sechs Monate noch intensiver Unterschriften zu sammeln.

Die folgende Karte der Sammelergebnisse in den Landtagswahlkreisen zeigt eine erhebliche Varianz. Wolfsburg (Wahlkreis Nr. 07) war und blieb dem Volksbegehren fern. Nur 0,7% der Wahlberechtigten unterstützen das Volksbegehren. Der Südosten hat mit der Ausnahme der Universitätsstadt Göttingen (Nr. 17) zeigt generell nur eine geringe Zustimmung zu den Zielen des Volksbegehrens. Das Oldenburger Münsterland, wo die industrielle Fleischproduktion das Grundwasser ruiniert, hält auch nicht vom Völksbegehren.


Die höchste Zustimmung zu den Zielen des Volksbegehrens stammt aus der Universitätsstadt Oldenburg (Nr. 62-63) mit 5,71% der Wahlberechtigten. Gute Werte gibt es nördlich und westlich von Bremen und in Buxtehude (Nr. 55). Rund um Hannover (Nr. 24-28) gibt es auch sehr gute Werte.

Die Ziele des Volksbegehrens wurden mit einem Gesetzespaket beschlossen. Es ist offensichtlich, dass die Landesregierung eine Blamage kurz vor der Kommunalwahl vermeiden wollte. Die Motivation der Sammler*innen war sehr hoch und wir hätten bis Juni 2021 trotz Corona und der Propanda der Agrarlobby die notwendigen mehr als 600.000 Unterschriften eingesammelt. 

Nun ist es an uns, der Regierung weiterhin auf die Finger zu schauen, dass die ausführenden Verordnungen keine Verwässerung der neuen Gesetze ermöglichen. Die CDU-Agrar-Lobby ist stark und es ist zu befürchten, dass vor allem mit Übergangsfristen von vielen Jahren das Artensterben erst einmal noch weitergehen wird.

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In einem Kommentar zum Beitrag wurde die Frage gestellt, ob die Bevölökerungsdichte der einzelnen Regionen Niedersachsen einen Einfluss auf das Endergebnis hatte.

Nein! Es gibt keine Korrelation zwischen Bevölkerungsdichte und Unterschriftenquote. Selbst wenn nur die Landkreise mit weniger als 500 Einwohnern/Quadratkilometer betrachtet werden gibt es nur eine Wolke mit wenigen Ausreißern, aber keinen Trend.

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Frühere Berichte mit Karte sind hier zu finden:

Zwischenstand vom 1. August 2020, vom 1. September 2020 und 1. November 2020

Donnerstag, 20. August 2020

Volksbegehren Artenvielfalt Niedersachsen - Zwischenstand August

Wir sammeln aktuell Unterschriften für das Volksbegehren Artenvielfalt hier in Niedersachsen. Dies ist ein zweiteiliger Prozess: Bis Mitte November müssen 25.000 gültige Unterschriften in den Einwohnermeldeämtern / Wahlämtern vorliegen. Dann können die 200 Initiativen bei der Landeswahlleiterin das eigentliche Volksbegehren beantragen. 

Nach der Genehmigung haben die Initiativen weitere sechs Monate Zeit um zusätzlich zu den Unterschriften der 1. Runde insgesamt 10 Prozent der Wahlberechtigten für eine Landtagswahl um Untersützung zu bitten.

Zum 1. August lagen bereits mehr als 45.000 gültige Unterschriften vor. Der 1. Schritt ist geschafft, dennoch wird wird bis Mitte November weitergesammelt. (Presseerklärung)

Mir liegen die Zahlen der Wahlberechtigten und der bisher als gültig anerkannten Unterschriften je Wahlkreis vor. Diese Zahlen habe ich graphisch umgesetzt:

25.000 Unterschriften entsprechen 0,41% der Wahlberechtigten.

Im Großteil von Niedersachsen wurde diese Quote erreicht. Ausnahmen sind im industriellen Fleischproduktionsbereich, alten SPD-Hochburgen an der Küste und in der Altindustrie (PKW, Stahl), dem Harz und Göttingen (Die Student*innen haben es bisher verschlafen).

Der relativ geringe Anteil in Hannover wird ein Ansporn sein, mehr Unterschriften zu sammeln.

Das Update für den 1. September ist hier zu finden.

Freitag, 26. September 2014

Osagedorn-Frucht

Osagedorn, Milchorangenbaum, Osage orange, hedge apple, horse apple, monkey ball, bois d'arc, bodark, bodock
(Foto: E.R. Fox)
Eine Bekannte kam gerade von einer Reise aus Angers, F zurück und zeigte mir die folgende mitgebrachte "Frucht" (Durchmesser: etwa 6-7 cm).

So etwas hatte weder Sie noch ich je gesehen.

Mal eben ein Foto gemacht, dieses über Bildsuche hochgeladen und schon hatte diese Merkwürdigkeit einen Namen: Milchorangenbaum oder Osagedorn (Maclura pomifera). Es gibt noch weitere Namen: Osage orange, hedge apple, horse apple, monkey ball, bois d'arc, bodark, naranjo de Luisiana, bodock und nun wurde in einem Kommentar "Apfel der Medusa" (Sarah Maria) vorgeschlagen.

Im Lexikonartikel wird vermutet, dass diese Frucht ein Relikt ist. Eigentlich sollen Früchte zur Verbreitung einer Pflanze beitragen, doch in Heimat der Osagedorn-Frucht im Südwesten der USA gibt es fast keine Tiere mehr, welche diese "Äpfel der Medusa" essen. In einem US-Magazin wird vermutet, dass dies vielleicht Nahrung für Mammuts war.

Freitag, 6. Dezember 2013

Peinliche Jagd nach den Orkan Xaver

Vorweg ein großes Lob an den Deutschen Wetterdienst und die wesentlichen privaten meteorologischen Dienste wie Unwetterzentrale. Sie haben zeitnah und angemessen auf ihren Webseiten auf die Gefahren durch den Orkan Xaver hingewiesen.
Die Medien haben die Aufgabe diese Warnung an die Bevölkerung weiter zu geben, doch wurde daraus am 5.12. ein Katastrophenjournalismus ohne Katastrophe. Der NDR hatte an alle möglichen Gefahrenpunkte an den Küsten, an der Elbe oder auf den Harz jeweils Teams mit Kamera und Puschelmikrophon geschickt. Natürlich wurde LIVE in Hallo Niedersachsen und im Anschluss in
der Tagesschau berichtet, doch außer schwankende Reporter und schaukelnde Kameras war in der dunklen Nacht nicht viel zu sehen. Peinlich wurde es, als bei einer Live-Übertragung die Reporterin wir im Hospitalismus hin und her schwankte und im halbdunkelen Hintergrund jemand ohne Hinweise auf Sturmböen normal von links nach rechts durch das Bild ging. Da schien die Reporterin zu dramatisieren. Es gab nichts zu berichten und so spielte sie scheinbar, wie der Wind sie ständig bewegte.
Das war einfach nur schlechter Journalismus.

Doch das war noch zu steigern. Katastrophen und Unwetter locken Touristen und Adrenalin-Junkies. So auch gestern. Surfer auf der Außenalster, die nur nach einem Einsatz der Wasserschutzpolizei wieder an Land kamen. Mit den Wind spielende Jungmänner, die an Kaimauern und Führungsstangen direkt vor dem brodelnden Wasser ihren "Mut" bewiesen oder im Hintergrund eines Einspielers aus dem Harz auf einem Parkplatz mit großer Freude vom Wind weggeschoben wurden. Selbst wenn dazu Worte fallen, dass Katastrophen-Touristen sich und andere - nämlich ihre Retter, wenn aus dem Spaß eine Lebensgefahr wird - gefährden, ist es verlogen, wenn glückliche Jungmänner gezeigt werden, die im Fall der Surfer auch noch ans Mikrophon gebeten wurden, um zu sagen, wie gut es gewesen war.

Lieber NDR, wenn du nichts zu berichten hast, dann berichte nicht und sende nicht so einen Schrott.
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Nachtrag: Leider ging es am 6. Dezember 2013 weiter. Da wurde in Hallo Niedersachsen aus Norderney berichtet und die Reporterin sprach mit entsprechenden Bildern "Von der mutigen Familie, die bei diesem Wetter zum Strand geht". 

Samstag, 8. Oktober 2011

Paradies am Kattilajärvi

Aus dem Tagebuch zum EKNT11 Talsinki. 10. August 2011

Um 14 Uhr begann dann die Fahrt ins Paradies. Es ging nach Eden, ein Mökki in einem Naturschutzpark nördlich von Espoo. Wir fuhren von Kamppi mit einem Linienbus los und mussten in Espoo umsteigen. Es wurde ländlich und als wir am Nuuksion Pitkäjärvi vorbeifuhren war die Schönheit des Ziels schon zu erahnen. Wir stiegen an der Haltestelle Nuuksio aus und gingen einen befestigen Waldweg nach Nordosten. Es war ein langer Weg, der führte uns zunächst zum Kattilajärvi- einem See im schönsten Sonnenlicht. Das Auto mit den Lebensmitteln und dem Schlüssel zum Mökki war noch nicht da. Einige waren sehr schnell vom Steg im kühlen Wasser und schwammen zu einer Plattform hinaus.
Der Kattilajärvi war tief. Bereits einen Meter vom Steg entfernt war das Wasser mehr als zwei Meter tief, wie einer der Großen mit Händen über den Kopf dokumentierte, als er sich hinstellte und selbst die ausgetreckten Hände unter der Oberfläche verschwanden. Wir waren schließlich mit so vielen Menschen im Wasser, dass die schwimmende Plattform durch unser Gewicht einige Zentimeter unter die Wasseroberfläche gedrückt wurde. Vom Ufer konnte also der Eindruck entstehen, dass einige dort auf dem Wasser stehen oder sitzen. Ähnliches haben wir dann später am schwimmenden Steg versucht und mit mehr als einem Dutzend Personen auf dem Steg verschwand ein Teil im Wasser.
Das Auto kam und wir folgten den Wagen bis zu einem Parkplatz, wo jeder einen Packen nahm und über Felsen und schmalste Wege zum versteckten Mökki ging. Das Mökki war für Gruppen ausgelegt. Es gab eine sehr große gemeinschaftliche Schlaffläche in der 1. Etage und im Erdgeschoss einen langen Tisch mit Bänken, eine große Küche und ein kleines Zimmer mit zwei Betten für die Betreuer. War zwar keiner, aber ohne Widerspruch fand ich dort meinen Schlafplatz.
Die Toilette war ein Plumpsklo etwa 50 Meter entfernt in einem weiteren Holzhaus. Noch einmal mehrere Dutzend Meter entfernt war dann auch die obligatorische Sauna. Es war ein Freude für einige von uns, Holz für die Sauna zu sägen und zu hacken. Eine Gruppe bereitete ein Fischgericht und nach dem Essen begann das Saunen. Aus kulturellen Gründen wurde beschlossen, dass die Sauna nur mit Badekleidung oder Hüfthandtuch aufgesucht werden sollte, da Nacktsauna für einige wohl zu fremd gewesen wäre. Das Saunen zog sich über viele Stunden hin. Die letzten begannen im Mökki Zimtschnecken herzustellen und gingen erst danach zum Schwitzen.
Es wurde dann noch ein Spieleabend, auch wenn ich davon nur wenig mitbekam, weil ich bei zunehmender Müdigkeit mich zurückzog. Am nächsten Morgen war Frühstück und Putzen angesagt und danach gab es noch ein weiteres Bad im Kattilajärvi bevor wir die etwa vier Kilometer zurück zur Straße und damit zur Bushaltestelle gingen.
Ein schöner Tag im Paradies lag hinter uns.

Ein weiterer Beitrag aus dem Reisetagebuch EKNT11 Talsinki.

Montag, 18. April 2011

Sandshorts vor Rotenburg/Wümme

Vor vielen Jahren sah ich so Naturereignis bereits einmal hinter Zeven. Damals erschien es mir größer, war aber auch schon schnell verschwunden. Ich spreche von einem Luftwirbel, der trockene Erde nach oben wirbelt. Windhose wäre für dieses lokale Phänomen unangemessen.
Am Freitag fuhr ich mit der Regionalbahn von Verden nach Rotenburg als mein neugieriger Blick etwa 200 Meter von der Bahnstrecke entfernt auf der linken Seite aufgewirbelter Sand erblickte, der optisch bis zur Höhe des etwa einen Dutzend Meter dahinter liegenden kleinen Gehölz reichte.
Die Regionalbahn fuhr nicht wirklich schnell und ich konnte dieses Phänomen für fast eine Minute beobachten. Als wir parallel dazu fuhren, meinte ich auch die Drehbewegung zu erkennen.

Dafür liebe ich meine seltenen Fahrten in meine ursprüngliche Heimat. In meiner gewählten Heimatstadt Hannover gibt es nur extreme Naturbeobachtungen, die stets auch mit einer Gefährdung oder einem Schaden verbunden sind, wie Starkregen, der den Keller flutet oder Meter lange Eiszapfen von der Dachrinne, die von der Feuerwehr entfernt werden müssen, um uns Fußgänger nicht zu gefährden.

Die Schönheit der Jahreszeiten und Beobachtungen, wie die hier geschilderte, sind mir nur im ländlichen Niedersachsen möglich.

Donnerstag, 24. März 2011

Krähenbüttel

Wenn ich morgens aus den Zug steige und das Geräusch der Abfahrt und Beschleunigung verhallt, ist der Lärm der Krähen zu hören.


Vor etwa drei Wochen war es relativ still auf dem Bahnhofsvorplatz. Flatterbänder sperrten große Flächen ab und ein aufgebockter Kranwagen fuhr seine Hubfläche nach oben. Auf den Rückweg von der Arbeit sah ich dann auch was diese Aktion sollte. Die Nistbäume (u.a große Platanen) waren beschnitten und die Nester entfernt. Einzelne Krähen saßen am Abend bereits wieder auf den Bäumen, doch es blieb still.

Doch es dauerte nur wenige Tage und die Vögel waren in großer Zahl zurück und begannen wieder mit dem Nestbau. Die Größe der Zweige, die von ihnen nach oben transportiert wurden, war zum Teil ungewöhnlich und es war ein bewundernswerter Kraft- und Balanceakt diese in die sichere Höhe zu transportieren.
Jetzt sind wieder Dutzende Nester zu zählen.


Ein doppelter Sisyphusarbeit. Da ist die Stadtverwaltung, die jährlich die Nester zerstören lässt und da sind die Krähen, die jedes Jahr aufs Neue die großen Bäume am Bahnhofsplatz besiedeln.

Vor einigen Jahren sagte ein Bahnmitarbeiter in der Löwenstadt zu mir, er hätte früher am Bahnhof in Wolfenbüttel gearbeitet und die Station wurde intern als Krähenbüttel bezeichnet.


Ist es Revierverhalten, ist es Werbung? Die Krähen machen wirklich Lärm.

Sonntag, 20. Februar 2011

Ist denn schon Frühling?

Als ich gestern in der eisigen Luft zum Creole-Festival ging, sah ich an einer Straßenecke eine Narzisse. Ich war irritiert und musste dennoch lächeln. Frühlingsboten sind beim nunmehr vierten Kälteschub in diesem Winter mehr als willkommen.
 Ich bin eben noch einmal zur Straßenecke Eden/Ferdi-Walli gegangen. Tatsächlich, obwohl selbst hier in der erweiterten Innenstadt im Moment die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind, wuchsen Blumen. 
Ein neuer (Wellness-) Laden hat eröffnet und im Spalt zwischen dem Asphalt des Fußwegs und der Hausfassade wurden verschiedene Blumen gepflanzt.
Schöner kann das Warten und Hoffen auf den Frühling in den grauen Straßen nicht gestärkt werden. Ich habe für diese Saison bereits viel zu viele Frosttage erlebt.

Freitag, 7. Januar 2011

Drachenbaumblüte

Blüte im Jahre 2003
Vor acht Jahren erlebte ich es das erste Mal, dass einer meiner Drachenbäume (Dracaena fragrans) eine Blüte entwickelte. Die Pflanze war damals etwa anderthalb Meter hoch und ich sah wie über mehrere Tage aus dem Vegetationspunkt etwas Fremdes herauswuchs und schließlich zu etwas entwickelte, was ich ohne das botanische Fachwissen als ein Blütenstand in der Form einer Ähre mit Hunderten von kleinen Blüten bezeichnen möchte.

Der Duft war kurz vor der Grenze der Penetranz und kam stets erst am Abend.




Vor einer Woche bemerkte ich, als ich am Abend in die Wohnung kam, dass ein ungewöhnlicher Geruch festzustellen war.


Im Flur roch es wie ein angenehmes Parfüm und dieser Geruch wurde intensiver, als ich mich in meine Zimmer begab. Die Ursache habe ich nicht auf Anhieb entdeckt.

Seit einen halben Jahr steht einer meiner Drachenbäume neben meinem Bett. Erst als ich mich schlafen legen wollte, sah ich dort in etwa zweieinhalb Meter Höhe die entfaltete Blüte.

Es ist ein Nachtblüher. Wenn es um 17 Uhr dunkel in meinem Schlafzimmer wird, öffnen sich die Blüten und etwas später kommt diese Duftwolke auch in meinem Wohnzimmer an. Diesmal empfinde ich den Geruch nicht als penetrant, sondern als eine sehr angenehme Abwechslung.

(Verblühte Blüten, 1/2011)
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2 Kommentare:

Martin hat gesagt…
Tolles neues Layout,
alle Achtung!! Aber sind die Flattr-Links damit nun schon wieder verschwunden?
8. Januar 2011 14:29

Ulaya hat gesagt…
Als ich das Layout wechselte, vergaß ich schlicht und einfach, dass ich nun im head des neuen Layout auch den script von flattr.com einfügen muss.
Danke für den Hinweis, vor allem weil einer meiner nächsten Beiträge zum Thema flattr sein sollte.
PS: Wann öffnet dein neuer Blog?
8. Januar 2011 15:56

Freitag, 2. April 2010

Scilla - Das blaue Wunder in Hannover

Es ist April und die Sonne scheint und schon färben die Blüten der Scilla viele Quadratmeter auf dem Lindener Berg BLAU.
Der zweiblättrige Blaustern, der hier in Hannover eher unter seinem wissenschaftlichen Namen Scilla bekannt ist die Signalpflanze für den beginnenden Frühling.
Diese aus einer Zwiebel hervorkommende Blüte aus der Familie der Spargelgewächse hat sich großer Zahl auf den nicht mehr genutzten Flächen des Lindener Bergfriedhofs ausgebreitet.
(Ausschnitt aus dem vorherigen Foto)
Am Sonntag, dem 11. April 2010 feierte Linden das Blaue Wunder, doch bereits am heutigen Karfreitag waren alle Wege gefüllt und mindestens jeder Zweite hatte so wie ich mindestens eine Kamera dabei, um die Schönheit einzufangen.
(Scilla in der Wikipedia) (Programm Blaues Wunder 11.04.2010)
Und das war mir neu. Auch auf der Meile im Georgengarten wachsen nun Scilla.

Montag, 17. August 2009

Tomatenernte in Hannover

Als ich im März Samen für rankende Blühpflanzen (Trichterwinde, Edelwicke) und Basilikum kaufte, blieben Auge und Finger an einer Tüte mit Tomatensamen hängen. Alles wurde in einen großen Setzkasten ausgesät und das Warten auf die ersten zarten Triebe begann. Diese kleinen Samentüten Diese kleinen Samentüten sind für einen Balkon immer noch viel zu groß. Die Samen waren für 25 Trichterwinden, 20 Edelwicken, 200 Basilikumpflänzchen und 25 Tomaten.
(einige Tomaten und Pflanzen die an meiner Palme hochranken)

Es war ein großer Setzkasten, doch bereits im April waren viele Dutzend Pflanzen zu unterscheiden und so begann das Verteilen auf Töpfe und Blumenkästen. Die Tomaten gingen schnell in die Höhe und ihre Wurzeln durchwurzelten die Behälter, so seit Anfang Juni alle Pflanzen von unten gegossen werden konnten. Es war schwierig eine Konstruktion für das Höhenwachstum zu improvisieren, aber alle Pflanzen waren schließlich einen Meter hoch und die Blüten kamen heraus. Dann passierte lange nichts, doch irgendwie haben die wenigen Insekten die Bestäubung vorgenommen. Leider kamen dann auch sehr kleine, weiße, Insekten, die unter den Blättern der Tomaten saßen. Wenn man die Tomaten berührte stieg eine schwache Wolke von Insekten auf.
(umtopfen)

Aus den Blüten von Früchtchen und aus den Früchten grüne, kleine Bälle von durchschnittlich 5 cm Durchmesser. Ich hatte ohne zu überlegen einfach eine Packung Tomatensamen im Supermarkt genommen. Es war dies die Stabtomate (Lycopersicon lycopersicum (L.) Karsten ex Farw.). Die grünen Tomaten waren unerwartet groß und sie wachsen immer noch, doch selbst nach sechs Wochen blieben sie grün. Die direkte Sonne erreichte sie nur für wenige Stunden auf meinen Balkon. Gestern erhöhte ich die Töpfe und im vollständigen Schatten einer der Pflanzen lachte mich ein roter Ball an.
Es war eine feste Tomate mit einem leckeren Geschmack und eben nicht der 4. Aggregatzustand von Wasser.

Hah!. Ich habe meine erst eigene Tomate geerntet!

Sonntag, 26. April 2009

Brauel – Ein Besuch nach 20 Jahren

Über Ostern haben meine Mutter, meine Schwester und ich einen Spaziergang in Brauel gemacht.
Brauel war auch damals in den 1970-er Jahren bereits nur noch ein Stadtteil von Zeven und über mehrere Jahre rückte die Stadt durch die Ausweisung von Baugrundstücken immer näher an das Dorf heran.
Wenn man auf dem Braueler Weg sich den Ort nähert, sieht man die derzeitigen Grenzen als klare Linien. Doch dieses Brauel mit dem alten Ortskern war nicht mein Brauel.
Mein Brauel war nur über den schmalen Weg hinter Buhrfeinds Hof zu erreichen. Es ging hinunter in das Tal der Oste, das jährlich geflutet war und zu großen Umwegen für uns führte, und dann über eine kleine Holzbrücke.
Hier war bereits eine Änderung zu sehen. Die Brücke war auf beiden Seiten durch Polder vor der Benutzung durch Autos geschützt. Es gab auch zu unserer Zeit schon Idioten, aber offensichtlich werden diese nun vor sich selbst geschützt, dass sie nicht mit ihrem Auto die Brücke zum Einsturz bringen.
Rechts der Oste lag der Friedhof, eine Siedlung für Flüchtlinge und Vertriebene sowie die Ziegelei Siedlung mit ihren aufgelassenen Tongruben und den Mehrfamilienhäusern für die Arbeiter.
Hier hatte sich viel verändert, denn die Kinder von damals waren nun Erwachsen wie wir und hatten zum Teil hinter den Elternhäusern ihre eigenen Häuser gebaut. Auch war ein ehemaliger Acker als Bauland erschlossen und von protzigen Bauten bedeckt.
Vorbei! Denn wir lebten „Auf der Ziegelei“, also in der Peripherie der anderen Seite des Dorfes. Wir hatten Kontakte zum und in das Dorf, aber wir blieben Außenseiter
Die beiden Häuser waren die Heimat von uns, einem Fahrer des Folgebetriebs der Ziegelei und seiner Frau, einem uralten Ehepaar und einem alten Paar, die als Flüchtlinge nach Brauel gekommen waren. Von 1974-79 lebten wir im grauen Haus.
Hier und in den Bücherwelten verlebte ich meine Jugend. Der Blick aus dem Küchenfenster zeigte Weiden und einen moorigen kleinen Wald.
Bäume, die ich gepflanzt hatte, waren nun auf eine Größe von 5 bis 8 Meter hochgewachsen. Und meine Kastanie vor dem grauen Haus zeugt davon, dass diese Siedlung seit Jahren unbewohnt war. Der mit Ziegelsteinen ausgelegte Weg vor der Küche war dicht mit Efeu bedeckt und Büsche und Bäume verdeckten die Fenster. Wir gingen nicht den einen Schritt weiter und verzichteten darauf, Zugang in das leere Gebäude zu erlangen.
Auf die Frage, wenn du sehr viel Geld hast, würdest du dann eines der Häuser kaufen, kam sofort ein klares NEIN.

Die Häuser sind nicht nur jetzt in einem erbärmlichen Zustand, sondern auch damals war es schwer, die einzelnen Zimmer mit den Öfen zu heizen. Im Winter waren nicht nur Eisblumen von außen an den Scheiben, sondern die Scheiben waren von beiden Seiten vereist. Die Rahmen waren verrottet und in einem kalten Winter war morgens vor dem Anfeuern der Öfen mit Zeitung und Holzscheiten sogar Eis an den Wänden.
Diese kleine Siedlung ist nicht an die Kanalisation angeschlossen und Wasser stammt von einer eigenen Pumpe. Elektrizität war vorhanden, aber es gab nur einen Telefonanschluss für alle fünf Wohnungen. Die Nebengebäude waren so baufällig, dass offiziell das Betreten verboten war. Es gab Löcher in den Zwischendecken und die sehr lauten Geräusche in der Wand und auf den Dachboden konnten nicht von Mäusen stammen. Das waren größere Tiere.
Wir hatten Katzen, wovon vor allem die große Landkatze verschiedene Tierarten (Ratten, junge Kaninchen, Marder) als Beute vor der Küchentür ablegte.
Unsere beiden Hunde wollten Auslauf haben und so machte ich täglich lange Spaziergänge über die Wiesen. Das Beobachten und Interesse für die Natur (inkl. Wetter) hat hier ihren Ursprung.

Es war eine bitterarme, harte Zeit, dennoch habe ich viele schöne Erinnerungen an unser Leben "An der Ziegelei" in Brauel.

Sonntag, 23. November 2008

Vortrag Schellnhuber in der HAB

Am Freitag, den 21. November 2008 fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Politik im Gespräch“ ein Vortrag mit anschließender Diskussion von Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, CBE (Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in Bibliotheca Augusta in Wolfenbüttel statt. Das Thema lautete:
Die Neuerfindung der Moderne
Klima- und Energiesicherheit im 21. Jahrhundert


Dies sind meine Gedanken zu diesen Abend. Viele Ausführungen wurden notiert, aber keine davon ist als ein Zitat zu verstehen.

Das Grußwort und die Einführung in die Person kam vom Bundesminister Sigmar Gabriel, der gleichzeitig der lokale MdB ist. BM Sigmar Gabriel ist die Person des Vortragenden wohl bekannt, da dieser zu den Beratern der Bundesregierung in Umweltfragen gehört und wesentlich am Entwurf der umweltpolitischen Agenda während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Gipfels beteiligt war.

Gabriel wagte zunächst eine Ausführung zur Frage der Moderne, die sich alleine schon daraus ergab, dass in der HAB die Erforschung des Beginns der Moderne erfolgt. Er verwies darauf, dass es gerade die Betrachtung der Konflikte von Moderne und Vormoderne sind, die uns den Weg weisen können.
Aktuell trifft die Vormoderne auf die Moderne in zwei global betrachteten Feldern. Piraten überfallen wie im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit Schiffe, die einen wesentlichen Beitrag zur globalen Wirtschaft leisten. Vormodernes Denken, das keine Regeln akzeptiert bestimmt viele Transaktionen der Finanzwirtschaft und handelt damit gegen die Interessen der modernen Gesellschaft, die ohne Regeln nicht denkbar ist.

In einer weiteren Analogie kann die Finanzwirtschaft mit der Umweltpolitik verglichen werden. Faule Kredite ohne jede realistische Chance der Zurückzahlung waren Grundlage einer Illusion auf dem Immobilienmarkt. Auch im Bereich der Umwelt werden ständig faule Kredite auf die Zukunft genommen. Diese Illusion der Kontrollierbarkeit der Umwelt kann jederzeit wie die Blase der modernen Finanzwirtschaft platzen.

Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber ist von seiner akademischen Ausbildung her Mathematiker und Physiker. Er ist der Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und prominentes Mitglied im „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (=IPCC), die 2007 zusammen mit Al Gore den Friedensnobelpreis bekamen.

Er sprach zunächst von der Zukunftsforschung und inwieweit sich die Prognosen der Klimaforscher von Prognosen der Wirtschaftsforscher („Die Wirtschaftsweisen“) und der so genannten Zukunftsforscher unterscheiden. Den Klimaforschern stehen mit den größten Rechneranlagen der Welt zur Verfügung und ihre Prognosen haben eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 80 und mehr Prozent. Zukunftsforscher benutzen keine Statistik und sind eigentlich keine Forscher und die Wirtschaftsweisen geben zwar alle halbe Jahre eine Prognose der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, die aber nie mit der Realität übereinstimmt und dennoch wird diesen Berichten eine große Aufmerksamkeit gewidmet.
Prognosen zum Klimawandel sind sicher, denn die Treibhausgase, die in den nächsten Jahrzehnten wirksam werden, sind bereits in der Atmosphäre.

Prof. Schellnhuber sieht eine Zeitenwende auf uns zukommen und die aktuelle wirtschaftliche Krise als Chance für ein Umsteuern auf ein nachhaltiges Wirtschaften. Wir befinden uns einmal mehr in einer großen Transformation, welche die große Beschleunigung nach 1945 beendet. Ohne das billige Rohöl hätte es nicht die wirtschaftliche Entwicklung gegeben, die wir erlebten. Nun stehen wir an einer Zeitenwende, wie zuletzt am Ende des 18. Jahrhunderts, als Holz als Baustoff und Energieträger in eine Krise kam und gleichzeitig viele Äcker ausgelaugt waren. Diese Krise schuf die nachhaltige Holzwirtschaft und führte zum Erschließen der fossilen Energieträger Kohle und seit etwa 1850 auch Erdöl. Gleichzeitig begann damals das systematische Düngen von landwirtschaftlichen Flächen.

Ihn als Klimaforscher wird von der Politik und der Wirtschaft immer wieder eine Doppelfrage gestellt, wenn er auf die Notwendigkeit eines Wandels der Wirtschaftsweise verweist: Warum jetzt und warum wir hier?

Warum jetzt!
Der Meeresspiegel steigt schneller als noch im Jahre 2001 im Bericht der IPCC prognostiziert. Dort wurde zwar auf die fehlende Datenbasis aus dem Schmelzprozess des Inlandeises verwiesen, aber keine Zahlen in die Prognose eingearbeitet. Nun ist bekannt, dass jährlich 200 Kubikkilometer Eis alleine auf Grönland schmelzen und es gibt erste Berechnungen zum Schmelzwasser des Himalaja.
Mal kurz rechnen =
Wie viel Eis/Wasser währe auf der Fläche Deutschlands (357.092,90 km²),
bei 200 km³ Eis?
200 km³ sind 200.000.000.000 m³
358.092,90 km² sind 358.092.900.000 m²
Auf jeden Quadratmeter Deutschlands würde eine
55 Zentimeter hohe Eisschicht liegen.
OK, Deutschland ist im globalen Maßstab betrachtet kein wirklich großes Land.
Die Erde hat 510.100.000km² und alle Ozeane 361.100.000km² dann wären es 0,55mm/a Meeresspiegelanstieg alleine durch den Schmelzprozess in Grönland.
Doch zurück zum Vortrag:
Warum haben die Klimaforscher eine maximale Grenze der Erwärmung von global 2° Celsius für die Beherrschbarkeit des Klimawandels definiert? Dies ergibt sich aus den sogenannten Kipp-Prozessen. Elemente, die zum Klimawandel beitragen verhalten sich nicht linear. Beim Überschreiten bestimmter Werte beschleunigen sich die Prozesse. Wesentlich sind hierbei der Permafrost der nördlichen Breiten, das tibetanische Hochplateau, der Amazonas-Regenwald und das Great Barrier Reef. Die letzten beiden sind die größten Biotope auf Land und im Ozean und damit für die Bindung von CO2.
Der Permafrost in Sibirien und Kanada bindet große Mengen von Methan. Methan ist ein 25-mal wirksameres Treibhausgas wie Kohlendioxid. Wenn nun der Permafrost taut, wird Methan freigesetzt und sich der Temperaturanstieg beschleunigen.
Das tibetanische Hochplateau ist ein Kühlschrank für Asien und das Weltklima. Die Gletscher und vereisten Seen fingieren wie Spiegel und reflektieren die Sonneneinstrahlung. Mit dem Tauprozess wird die Sonnenenergie auf den dunkleren Boden in Wärme umgewandelt. Auch hier kommt es zu einer Beschleunigung der Erwärmung.
Nach den Prognosen der Klimaforscher gibt es eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass sich mit der Erwärmung, der unvernünftigen Nutzung durch Wirtschaftsinteressen und der allgemeinen Versauerung von Atmosphäre und Meerwasser der Amazonas bis zum Ende des Jahrhunderts in eine Steppe verwandelt und das Great Barrier Reef abstirbt. 2° Celsius als Temperaturanstieg sind eine optimistische Prognose, die davon ausgeht, dass sich in den nächsten Jahrzehnten unsere Energieproduktion und –verbrauch vollständig wandelt. Seit 1900 ist die globale Temperatur bereits um 0,8° gestiegen und die Weltwirtschaft hat bereits Treibhausgase für einen weiteren Temperaturanstieg von 1,6° emitiert. Das dies noch nicht wirksam ist, liegt zum einen an den langsamen Prozessen in der Atmosphäre und zum anderen an der Luftverschmutzung beim Ausstoß von Kohlendioxid. Schwefeldioxid und andere Schadstoffe haben eine Kühlungseffekt, da sie die Sonneneinstrahlung reflektieren. Der Einbau von Filtern in Kraftwerken in China würde die Luft reinigen und die Wirksamkeit des Kohlendioxid freisetzen.
Die zweite Frage der Skeptiker lautet stets: Warum sollen wir hier etwas gegen den Klimawandel tun?
Ökonomisch betrachtet würde Europa und Deutschland in der Zukunft den „first mover advantage“ haben. Wenn bis 2020 der Wandel in der Energieproduktion weltweit stattfindet, würden die Staaten, die bereits vorher mit diesen Prozess begonnen haben, vorteile auf den Weltmarkt haben. Hier wären die Beispiele für eine saubere Industrie.

Prof. Schellnhuber machte nun eine ungewöhnliche Analogie.
Er verglich das Beharren auf die bestehende Wirtschafts- und Energieordnung mit dem Beharren auf die Sklaverei vor 1800.
Selbst Adam Smith erklärte, dass es keine Wirtschaft ohne Sklaverei geben kann. Als die Gegner der Sklaverei öffentlich argumentierten und Einfluss gewannen, sagten ganze Wirtschaftszweige wie die britische Werftindustrie, dass sie dann nach Frankreich abwandern würden, wo Sklaverei erlaubt sei.
In Europa wird nun auch so getan, als wenn eine weniger energieintensive Produktion undenkbar wäre und Energiefresser wie die Aluminiumindustrie drohen bereits mit der Abwanderung in andere Regionen.

Der Blick in die Zukunft von Prof. Schellnhuber war illustrativ. Er setzte die energetische Zukunft auf Photovoltaik und Energieeffizienz in Europa und die Erzeugung von elektrischer Energie im Großmaßstab in Nordafrika. Er verwies darauf, dass Atomkraft keine Zukunft hat, denn in einen Monat Sonneneinstrahlung in der Sahara würde mehr Energie die Erde erreichen, als in allen spaltbaren Uranvorkommen der Erde zusammen. Atomkraft ist dabei ähnlich wie die Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen. In einen Jahr würden davon so viele verbrannt, wie in einer Million Jahren erzeugt. Es geht hier um absurde Relationen.
Die Kraftwerke in Nordafrika müssten mit Gleichstrom die Energie nach Europa transportieren. Dies hätte beim heutigen Stand der Technik nur ein Energieverlust von etwa 15 Prozent von Nordafrika nach Nordeuropa zur Folge. Zum Vergleich, der Verlust durch Leckage liegt beim Erdgastransport von Russland nach Westeuropa auch bei 15 Prozent.

Von der folgenden Diskussion kann ich nicht mehr viel berichten, da mein Zug nach Hannover mich zum Aufbruch drängte.
Nur zwei Gedanken gegen die Zukunftsvisionen von Prof. Schellnhuber:
  1. Die Energieproduktion im Großmaßstab ist eine der Quellen der Krisen. Nur sehr große Betriebe können an dieser Produktion und dem Transport der Energie teilhaben und damit wird eine Abhängigkeit von wenigen Akteuren fortgesetzt.
  2. Die Sahara ist nicht bekannt für ihre Sonneneinstrahlung sondern auch für Sandstürme, die jede Art von Technik beschmutzen und zerstören können.
Auf meiner Skala von Vorträgen gebe ich diesen Vortrag ein D und sehe ihn damit in der zweithöchsten Kategorie.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Naturbeobachtung in le Barcarés

Es fing am Abend mit herbei gewehten Tropfen an und mündete in einen leichten Nieselregen, der mich vom Strand vertrieb. Niesel wurde zu Regen und nun war auch ein Grollen im Hintergrund zu hören. Von den Pyrenäen her kam ein Wetterumschwung.
Der Wetterbericht hat für diesen Tag eine Zunahme der Windgeschwindigkeit auf 70 km/h (dies entspricht Windstärke 8 „stürmischer Wind“) prognostiziert und viel Wind kam in Wellen als Brausen durch die Nadelbäume, die den Campingplatz beschatten.
Das Grollen wurde zum Gewitter und ein Rückzug ins Zelt erfolgte. BLITZ, einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, DONNER. Die Gewitterzelle stand über le Barcarés, aber bereits die nächsten Blitze und erneutes Zählen zeigten, dass sich diese Zelle schnell entfernte.
Doch das war nur der Anfang. Der Wind nahm weiter zu und neue schwache Lichtblitze wurden heller und leuchteten länger, eine weitere Gewitterzelle zog von den Pyrenäen herab in diesen trocken gelegten Küstensumpf.
Diese und jede weitere Gewitterzelle brachte heftige Böen und den damit wechselnden Klang vom Wind und des Regens in den Bäumen und auf dem Überzelt.
Nach zwei Stunden Gewitterregen hatte sich erst eine kleine Schadstelle gezeigt, die aber keine Feuchtigkeit in das Zelt, in dem ich in meinem Schlafsack lag, brachte. Das Problem war anderer Natur. Der über Wochen ausgetrocknete Boden war hart wie Beton und Wasser bleibt auf der Oberfläche stehen und begann zu fließen. In meinem Vorzelt standen bereits verschiedene Dinge in einer größer und tiefer werdenden Pfütze.
Es war bereits Mitternacht und bei den Krach nicht an Schlaf zu denken. Die Gewitter hatten innerhalb der letzten drei Stunden gleich dreimal in unmittelbarer Nähe eingeschlagen. Das grelle Licht war gerade abgeflammt, als jeweils ein Donnerschlag dröhnte. Auf einer Luftmatratze liegend war dieser Donner zu spüren. Er war selten kurz. Das Licht blitzte für eine Sekunde, aber der Donner nach dem Knall rollte über mehrere Sekunden.

14. September 2008, Vollmond
Astronomie lehrt, dass Vollmond die Oppositionsstellung von Sonne und Mond ist, dass also bei Vollmond zeitgleich die Sonne verschwindet und der Mond erscheint.
Leider war der astronomische Vollmond bereits irgendwann im Verlauf des Tages gewesen und so hatte der Mond keinen spektakulären Auftritt. Zwanzig Minuten vor Sonnenuntergang war er blass über den Mittelmeer zu erkennen. Damit entfiel das erwartete Farbenspiel. Nachdem die Sonne hinter den nördlichen Ausläufern der Pyrenäen untergegangen war, schwächte sich der stürmische Wind der letzten zwei Tage zu einem starken Wind ab. Die Böen führten aber immer noch unangenehm viel Sand mit sich, der auf der Kleidung trommelte und auf der nackten Haut eine unangenehme Massage bot.

Der Wetterbericht für le Barcarés änderte sich täglich. So weit, so banal, doch hier ändern sich täglich die Aussichten für die nächsten Tage, es scheint keine verlässliche Prognose von der Wetterstation am Flughafen Perpignan möglich zu sein.
Es war EIN stürmischer Tag vorhergesagt und als ich diese Zeilen schrieb, war es bereits der dritte stürmische Tag in Folge. Für diesen Tag war bereits ein Ende des kalten Windes vorhergesagt und heute wurde das Ende dieser Wetterlage wieder einmal für den kommenden Tag angekündigt.
Ich kann nur qualifiziert spekulieren, aber es hängt vermutlich mit der großen Nähe von Meer und Hochgebirge zusammen. Ich sah riesige Wolkenberge, die zum Teil Anzeichen von Gewitterwolken hatten, über den nahen Bergen stehen, aber auf dem Weg zum Meer lösten sich die Wolken auf.

Die Temperaturen im September 2008 sind bereits im Beitrag Urlaub in le Barcarés 2 zu finden.

Mittwoch, 31. Januar 2007

Myakka River State Park - Floridas Natur als Tagesziel

Aus dem Reisetagebuch vom 4. Februar 2005

Wir hatten abgemacht, dass wir früh für einen Aufbruch bereit sein sollten und auf dem Weg in einem amerikanischen Frühstücksrestaurant stoppen würden. Halb Acht war ich wach und um acht hatte ich einen Becher Kaffee getrunken und war startklar. Wann starteten wir? Es war bereits nach 10 Uhr, als endlich das Auto rollte.
Um die Zeit zu überbrücken setzte ich mich ans Internet, um aktuelle Wetterberichte zu erhalten. Ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass es hier auf der Insel vor dem Festland sehr diesig war. Das Thermometer zeigte mit weniger als 15° Celsius einen kühlen Morgen an. Die Wettervorhersagen konkurrierender Anbieter behaupteten alle, dass sich dieser Hochnebel/Tiefwolke an der Küste schnell auflösen würde. Regenwahrscheinlichkeit 0 Prozent und Sonnenschein. Entsprechend zog ich mich für unseren Tagesausflug an.

Der Frühstücksplatz war so, wie ich ihn bereits Hunderte Male in Spielfilmen und Fernsehserien gesehen hatte. Hohe Lehnen trennten Sitzmöglichkeiten für jeweils maximal sechs Personen. Kaffee bis zum abwinken und natürlich bestellte ich Pfannkuchen mit Blaubeeren. Ein Frühstück für 8 US-Dollar also etwa 6 Euro. Was kostet ein Frühstück in Deutschland? Da ich mir dies nie erlaube, habe ich jetzt keinen Vergleichspreis.

Myakka River State ParkWir fuhren auf der Clark Road (State Route 72) zum Myakka River State Park. Mit Interesse lernte ich, dass alle State Parks durch das US-Äquivalent zum Arbeitsdienst der NS-Zeit errichtet wurden. In der Zeit der wirtschaftlichen Depression wurden verschiedene Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen geschaffen. Eine davon war das Civilian Conservation Corps. Gruppen von Arbeitern, die in der Wildnis Naturparks schufen, in dem diese durch einen Außenzaun gekennzeichnet wurden und im Park die notwendigen Straßen, Brücken, Hütten und Häuser für Bedienstete und Besucher gebaut wurden. Am Fluss Myakka wurde ein Damm errichtet und damit ein großer See (etwa 1 mal 2 km) geschaffen. Der Park ist ein flaches Feuchtland, so etwas wie die nördliche Verlängerung der Everglades. Flüsse und Seen bekommen ihr Wasser ausschließlich vom Regen und entsprechend gibt es eine große Variabilität im jährlichen Fluss- und Seespiegel. Meine Gastgeberin hatte angekündigt, dass ich am Lake Myakka nicht nur meinen ersten Alligator, sondern gleich große Gruppen von dieser Tierart sehen würde.
Die Naturparks sind für mich als Deutscher so unvergleichlich groß. Nachdem wir das Tor passiert hatten, war für einige Meilen das einzige Zeichen von Zivilisation, die Straße auf der wir fuhren. Auf unseren Stopps war es still, die Stille der Natur. Hier und da ein Vogel, ein brummender Unterton von einer Zikadenart und manchmal ein Knacken im Gehölz. Wir stoppten auch an einer Brücke, da hier das Wasser tiefer und damit verschiedene Tiere zu sehen sein sollten. Leider war nirgends ein Alligator zu sehen. Der Hochnebel hatte sich selbst 20 Kilometer landeinwärts noch nicht verzogen, ein kräftiger Wind reduzierte die gefühlte Temperatur (Chill-Faktor) erheblich.
Wir fuhren zum See, wo uns ab 13 Uhr auf einer Bootsfahrt die Tierwelt erläutert werden sollte. Der Kapitän sagte allen potentiellen Gästen, dass wir bitte zurück zu unseren Autos gehen mögen, um dort so viel warme Kleidung wie möglich anzuziehen. Am Land waren es 65° F und auf dem See im offenen Boot würden es gefühlte 20° F weniger sein. (umgerechnet entspricht dies etwa 18° bzw. 8° Celsius). Ich hatte nichts weiteres zum Anziehen und würde mich auf der Fahrt mit warmen Gedanken aufheizen. Es wurde auch gleich gesagt, dass wir vermutlich nicht einen einzigen Alligator sehen würden, obwohl Hunderte im See leben. Den Tieren ist es einfach zu kalt, um aufzutauchen (ein Atemzug reicht den Tieren für 2-3 Stunden unter Wasser). Er sollte Recht behalten, zweimal sah ich die Nase von einem Alligator etwa 200 Meter entfernt. Das war es dann aber auch schon.
Myakka River State Park, WeisskopfadlerDennoch war es eine sehr schöne Bootsfahrt. Es war dies eines der Fahrzeuge, die von einem großen Ventilator am Heck angetrieben werden. Ein Boot ohne echten Kiel, dass mit diesem Antrieb auch durch Flachwasser fahren kann. Der Wind war stark und trieb das Boot mehrmals ab. Bereits am Anleger gab es verschiedene Geier und Kraniche und auf der Fahrt war dann einer der hier seltenen Weißkopfadler zunächst sitzend im Profil und dann im Flug zu beobachten. Der Kapitän war sehr unterhaltsam und erzählte sehr viel über die Biologie des Gators (wie er den Namen verkürzte) und sein Verhalten gegenüber Menschen. Es gibt hier nicht einen dokumentierten Fall von einem Angriff eines Alligators auf einen Menschen und es wird auch keine Person vermisst. Sie sind nicht harmlos und selbstverständlich sollte niemand im Fluss oder im See baden, aber weder Angler, die in ihren Gummihosen im Flachwasser stehen oder Spaziergänger am Ufer haben Horrorerlebnisse zu berichten.
Der See ist ein Idealplatz für die Tiere. Frischwasser, verschiedene Fischarten und hat eine Größe, die selbst in sehr trockenen Jahren genügend Wasser bietet.
Nach etwa einer Stunde auf dem See gingen alle Mitreisenden gemeinsam in den Gift-Shop, nicht zum Shoppen, sondern um sich dort aufzuwärmen. Wir fuhren weiter, es gibt im Park einen Steg, der weit ins Wasser hinausgeht und einen guten Blick auf eine verlandende Bucht bietet. Meine Gastgeberin erzählte, dass sie hier bereits Gürteltiere gesehen hat. Aber die Temperaturen wollten einfach nicht steigen. Es war bereits 3 Uhr nachmittags und Temperaturen sowie die Tageszeit hielten scheinbar viele Landtiere von einer Bewegung ab.
Der Park hat einen Canopy Walkway, auf dem man die Welt aus etwa neun Meter Höhe beobachten kann. Da wir uns in einen Feuchtwald befanden, waren viele Epiphyten zu sehen. Am Ende des Canopy Walkway befindet sich ein Holzturm, der mit seiner höchsten Plattform in etwa 24 Meter Höhe einige Meter über allen benachbarten Bäumen herausragt. Das einzige Zeichen von Zivilisation war ein Hochspannungsleitung, die den Park quert. Ansonsten waren Hunderte von Varianten von Grün zu sehen. Ein Fall für FUJI.

Als wir den Turm verließen, löste sich der Hochnebel sehr plötzlich auf und ein strahlend blauer Himmel war über uns. Die Sonnenflecken im Wald boten keine Wärme.
Wir blieben noch einige Zeit im Besuchszentrum und dann ging es direkt zurück nach Sarasota. Myakka ist ein Naturpark, dessen Grenze weniger als 5 km von der wachsenden Siedlungsgrenze der verschiedenen Küstensiedlungen entfernt ist. Bereits kurz hinter der Grenze des State Park waren große geräumte Flächen für kommende Country- und Golf-Anlagen zu sehen. Floridas Küstensiedlungen wachsen weiter sehr schnell und es ist ein Wachstum “der Reichen und der noch Reicheren” (Zitat von George W. the BUSH über seine politischen Freunde)

Wir fuhren nicht zurück zum Haus. Es wurde das Haus einer befreundeten Frau angesteuert, die wir zum Friday Fry Fish abholten. Die benachbarte St Bonicace Episcopal Church bot bis Ostern regelmäßig an den Freitagen ein Abendessen mit Fisch. Hier fühlte ich mich zunächst vollständig deplatziert. Das Durchschnittsalter der Gäste war wie im Restaurant Roaring Twenties mit seiner Wurlitzer Orgel (siehe vorherigen Beitrag) deutlich über 60 Jahre und ich sitze in einem protestantischen Gemeindesaal an einem großen, runden Tisch und ließ mich für wenig Geld beköstigen.
Die befreundete Frau war dann eine interessante Gesprächspartnerin, die vor mehreren Jahrzehnten aus dem Westen von England ausgewandert war. Sie verwies mehrmals auf ihre europäischen Wurzeln und das bestimmte Verhaltensformen der US-Amerikaner nur schwer zu akzeptieren sind. Sie sagte es natürlich viel höflicher.
Es kam ein weiterer Senior an den Tisch, er war bereits 85 Jahre alt. Der Name deutete deutsche Wurzeln an. Er war 1938 aus Österreich in die USA ausgewandert und kämpfte für die Amerikaner gegen die Nazis in Frankreich. Hier gab es einen markanten Satz zum Zweiten Weltkrieg: “Ich mag nicht über den Krieg reden, das war ein schreckliches Erlebnis”. Wir beide unterhielten uns fast eine halbe Stunde auf Deutsch. Bin mir sicher, dass wir beide es genossen, in dieser Sprache zu reden.

Freitag, 5. Januar 2007

Waschbären in Niedersachsen

Als wir in den 70-er Jahren in Brauel lebten, erschien einmal im Lokalteil der Zevener Zeitung ein Artikel über Waschbären. Der leitende Forstbeamte berichtete darüber, dass auch in der Ahe, dem Stadtwald (Zeven – Die Stadt am Walde!) bereits Spuren des nordamerikanischen Waschbären (Procyon lotor L.) zu finden seien. Berichte über Sichtungen lagen damals nicht vor. Als vorsichtiges Nachttier verblieben nur die ungewöhnlichen Tatzenspuren. Der Förster erwähnte auch noch, dass die Nordwanderung des Waschbären diese Tierart bereits über Schleswig-Holstein hinaus geführt hat.

Seitdem sind fast dreißig Jahre vergangen und Waschbären fallen mir alle paar Jahre einmal in einer Zeitungsnotiz auf oder werden in einem Gespräch erwähnt. Kein mir bekannter Mensch hat bisher eines dieser Tiere in freier Wildbahn gesehen. Doch der Waschbär existiert und wird gesehen, leider.

Die 59.000 Niedersächsischen Jäger haben in der vergangenen Saison 2.400 Waschbären erschossen und damit 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Mit Interesse habe ich gelesen, dass fast alle Waschbären direkte Nachkommen von zwei Waschbärpaaren sind, die im Auftrag von Hermann Görings Jagdbehörde 1934 ausgesetzt wurden, um ein weiteres zu bejagendes Tier einzuführen. Genetische Untersuchungen zeigten die unmittelbare Verwandtschaft fast aller getöteten Tiere. Nur in Brandenburg gibt es einen weiteren Genpool, der auf ein Waschbärgehege, das 1945 durch eine Bombe getroffen wurde zurückzuführen ist. 

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Nachtrag 2015: Nach dem Landesjagdbericht Niedersachsen für den Zeitraum 1. April 2013 bis 31. März 2014 hat sich der Waschbär weiter ausgebreitet. Die Jagdstrecke lag im genannten Zeitraum bei 8.414 Tieren, also noch einmal eine Verdreifachung der Zahl der geschossenen Tiere für den Zeitraum 2005/2006. 

Montag, 1. Januar 2007

Noordzee Rapport Vier

Und dann gab es noch zwei echte Naturerlebnisse.
Ich stand bei Flut in der flachen Strandbrandung und sah 25 Meter vor mir einen Haarschopf in der hohen Brandung der Sandbank. Aha, ein Schwimmer!
Denkste, plötzlich war der Körper zu sehen, es war ein Seehund und dann war noch mehr zu sehen. Direkt dahinter lag ein kleineres Tier in den Wellen. Mutter und Kind am Strand.

Am nächsten und damit letzten Tag erlebte ich meine erste Springflut. Nachts war der Vollmond zu sehen gewesen und als die Flut am frühen Nachmittag auflief, ging es vielleicht einen halben bis einen Höhenmeter über die übliche Flutlinie. Dies reichte bereits, dass der trockene Strand sich auf eine Breite von etwa 20-25 Meter statt der bekannten 100-200 Meter reduzierte. Das Wasser lief über Sandflächen, die lange nicht mehr überspült waren. Der leichte Sand wandelte sich in tiefen Schlamm. Ich war bereits nach dem Höhepunkt am Strand und erlebte das langsame Zurückziehen der Flutlinie und watete im Schlamm zur ersten freiwerdenden Sandbank. Es gab Stellen, wo ich fast bis zum Knie in den Schlamm versank, während auf der Sandbank vielleicht eine 1-2 Zentimeter tiefe Spur zu sehen war.
Die Nordsee brüllte die ganze Zeit und wenn ich nicht gewusst hätte, dass das Wasser ablaufend ist, wäre dies eine ängstigende Situation gewesen.

Die Nordsee und besonders dieser Teil der Küste sind ein schönes Urlaubsziel. Hoffentlich dauert es nicht so lange, bis ich mal wieder an der Nordseeküste einen Urlaub mache.

Zu den anderen Teilen dieses Reiseberichtes:
Een - Twee - Drie

EK06 Mensch und Umwelt in Europa

Für das Europa-Kolleg 2006 wurden Hausarbeiten zum Umgang mit der Natur in den Ländern der Teilnehmenden angefertigt. In einen zweiten Teil sollte auch jeweils ein persönliches Umwelt-/Natur-Erlebnis geschildert werden.
Nach vielen Stunden Arbeit als Redakteur liegen die Texte nun im Blog des Europa-Kollegs 2006 vor:
Die Texte handeln von (Nord nach Süd gegliedert von):
Die Zahlen hinter den einzelnen Titeln dokumentieren, wie häufig einer dieser Sachtexte über Google direkt angewählt wurde (Stand: 6. Juni 2008). Es ist also im Sinne des Wortes eine Hitparade der Treffer, die unmittelbar mit der jeweiligen Detailfülle einzelner Artikel zusammenhängt.