Mittwoch, 8. Januar 2014

taz-Perlen 7 - Alters-Kurzsichtigkeit

  Adler und Blindschleichen, die beiden Gegensätze für "gute" und "schlechte" Augen sind bereits im Titel der gelungenen Glosse von Ilke S. Prick auf der Satireseite der taz zu lesen. Dort fand sich dann die folgende Perle:
Ich bin über vierzig - ich brauche keine Brille. Ich brauche Illusionen.
(Ilke S. Prick, taz 7. Januar 2014)

Samstag, 4. Januar 2014

LE MONDE diplomatique Dezember 2013

Empfehlungen auf lange Artikel und Essays in der diplo, die auf deren Webseite frei verfügbar sind:


  • Der französische Journalist Laurent Geslin schreibt unter dem Titel "Staat und Mafia in Bulgarien" über die zunehmende Hoffnungslosigkeit der bulgarischen Bevölkerung. Es hat in den letzten 20 Jahren viele Regierungswechsel gegeben, aber die Politik hat sich nur wenig verändert. Ein größer werdender Teil der Bevölkerung verarmt und hat auch nur wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die TIM-Holding kontrolliert wesentliche Teile der Wirtschaft. Hieraus machte der Volksmund: "Jedes Land hat seine Mafia. In Bulgarien hat die Mafia ein Land."
  • In einen Kurzartikel schreibt er unter dem Titel "Bruderland Mazedonien" über eine Gruppe, die wie andere Ideologen in Ungarn oder Rumänien Grenzen neu ziehen wollen, um ehemalige Größe wieder zu erreichen. Man könnte darüber schmunzeln, wenn diese Leute es nicht so ernst meinten und dies mit allen Gewalt durchsetzen wollen.
  • Benoît Bréville und Pierre Rimbert schreiben über den Spieltrieb der modernen Wirtschaft und wie wir damit für einen Konkurrenzkampf konditioniert werden. Gamification oder Spielifizierung appeliert an den Spieltrieb, der in uns wohnt und der nun dafür genutzt wird, um die Produktivität zu erhöhen oder Informationen zu sammeln. Symbolische Gewinne, die in keinem Verhältnis zur Zahl der Spielenden oder den Aufwand stehen, motivieren zusätzlich. Es gibt bereits Restaurants und Supermärkte, in denen die individuelle Leistung der Angestellten durch die digitale Wettbewerbe gesteigert wird. Wer nicht mithält, verdient weniger und dessen Job ist gefährdet.
  • Der Vorsitzende der griechischen Syriza-Partei Alexis Tsipras hielt am 4. November 2013 in Austin, Texas eine Rede über Europa und die Krise in Griechenland (Wir Europäer). Einleitend sagt er bereits, dass einige der Fragen, die er stellt, nicht mehr in Brüssel oder Frankfurt (EZB) gehört  werden, obwohl diese wesentlich sind, um die Eurozone und die EU aus der Krise zu führen. Er stellt wie viele vor ihm fest, dass Europa die leitende Idee, die Narrative abhanden gekommen ist. Die Ziele nach 1945 wurden weitestgehend verwirklicht, aber wo soll es nun hingehen. Europapolitik verkommt immer mehr zu einer Finanzpolitik, die wiederum in ihren gnadenlosen Durchsetzung Armut und Verelendung fördert und damit Tendenzen zu einer Ablehnung des Staatenbundes verstärkt.
Es finden sich auch noch Artikel über die Hintergründe der politischen Unruhen in Pakistan, Venezuela nach dem Tod von Hugo Cháves, der Monetarisierung der Natur, Abtreibungsgegener in den USA, kanadische Softwareentwicklung, die Geschichte von Computerspielen und die Frage wieviel Realität in einem Computerspiel einfließen sollte.

Ich kann es nur wieder betonen. Es lohnt sich am zweiten Freitag des Monats die taz zu kaufen. Denn dann liegt die aktuelle LE MONDE diplomatique bei.

Facebook - Karten und Statistiken

Alle meine Beiträge zur Entwicklung der Zahl der Mitglieder von Facebook in Europa und Afrika (mit einem speziellen Beitrag zu Libyen) zwischen 2008 und 2012 sind umgezogen in mein Archiv mit dem Namen BRAUEL (genaue Verknüpfungen unter den folgenden beiden Karten!).

Damit sind auch die Graphiken und die Karten dort zu finden. Als letzte Referenz an diese statistische Betrachtung die allerletzten Karten für Afrika und Europa von 2013. Eine signifikante Zunahme der Facebookkonten war eigentlich nur noch in den Ländern zu beobachten, in denen es eine niedrige Quote gab. Facebook hat in vielen Ländern seine Sättigungsgrenze erreicht:

1. Facebook in Afrika 2013
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Frühere Karten zur Ausbreitung von Facebook in Afrika finden sich hier für 2010-2011, hier für 2011, hier für 2012 und hier eine Abbildung zu Libyen 2010-2012.
 
2. Facebook in Europa 2013
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Weitere Karten zur Ausbreitung von Facebook in Europa finden sich hier für 2008, hier für 2010, hier für 2011 und hier für 2012.

Freitag, 3. Januar 2014

Neukölln in der Nacht

Was war denn das? Ich gehe mit einer Bekannten von der U-Bahnstation gleichen Namens zurück zur Wohnung. Ein offensichtlich angetrunkener Mann in meinem Alter mit vermutlich osteuropäischen Wurzeln kam langsam uns entgegen. Er fixierte mich und ich erwiderte für einen Moment seinen Blickkontakt. Beim Vorbeigehen wollte er mich offensichtlich anrempeln, doch ich hatte einen kleinen Ausweichschritt gemacht. Er sagte mit Hass erfüllter, belegten Stimme etwas wie "Schwule Sau!" und als er wir fünf Meter weiter waren, hörte ich noch ein "Scheiß Homos!".
Was soll man als Hetero dazu sagen? Darf ich nachts in Neukölln keine farbige Kleidung tragen?

Zitat Alex Caput - Schreibblockade

In seinem Roman Eine Frage der Zeit beschreibt Alex Capus wie einer seiner Protagonisten seiner Frau in Papenburg die Arbeit in Kigoma, Deutsch-Ostafrika beschreiben möchte und scheitert. Das Folgende ist nur bedingt ein Zitat, da in dem komplexen Originalsatz Rückbezüge vorhanden, die ich hier nicht erklären möchte:
(...), wenn er an seinem Schreibtisch saß und Papier und Tinte zur Hand hatte, ums Verrecken kein Wort mehr einfallen wollte, oder vielleicht fielen ihm sämtliche Wörter ein und hatte er nicht den Mut, sich für ein erstes Wort zu entscheiden, dieses niederzuschreiben und dann alle anderen Wörter eins nach den andern folgen zu lassen.
(Alex Capus 2007 Eine Frage der Zeit, verkürzt zitiert nach btb-Ausgabe 2010, S. 129)
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Es gibt unendlich viele Beispiele für Schreibblockaden. Zweimal habe ich hierzu bereits gebloggt:
1. Ein Zitat von Douglas Adams
2. Das Video Prokrastination

Berlin Impressionen - Bärvester

Der Jahreswechsel in einer östlichen Großstadt brachte einige ungewöhnliche Anblicke, die ich hiermit teile.
(Zwei Interpretationen: 1. Das Alte, Eckige taucht aus der Moderne auf. 2. Eine Flut der Moderne spült das Alte weg. Ort: Rixdorf, Hotel an der Sonnenallee)

(Offiziell heißt die Fläche links Tempelhofer Freiheit)

(Wenn das die Polizei sehen würde, ...)

(Erntereif. Ort: Kreuzberg, Friedhöfe an der Golpener Straße)

(Und was machen dann die Polizeidirektionen 1-4? Ort: Kreuzberg, Jüterboger Straße)

(Echte und imaginierte Fassadenverzierung wie schon vor Jahrhunderten zum Beispiel in Wolfenbüttel. Ort: Kreuzberg, Querstraße zur Heimstraße)

(Es ist viel Ramsch liegen geblieben. Ort: Mitte, Französische Straße)

(Minions regieren die Stadt. Ort: Mitte, Französische Straße)

(Vermutete NSA-Abhörstation auf dem Dach der US-Botschaft. Ort: Mitte, Behrenstraße)

(Leider zum Spielplatz für gelangweilte Touristen verkommen, die von Stein zu Stein hüpfen. Es dauerte mehrere Minuten um einen Moment abzupassen, um dieses Bild ohne Springer aufzunehmen. Ort: Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

(Mehr als hundert Wartende vom Gemüse-Kebab in Kreuzbergs Mehringstr. Schlange stehen als kommunikatives Event)
(Eine Kampagne von www.migrantas.org)

Buch: Alex Capus - 2007 - Eine Frage der Zeit

Lake Tanganyika, Colonial Borders, Tanganyikasee, Deutsch-Ostafrika, Kigoma, Albertville Es ist die Geschichte zweier Männer und ihrer Schiffe. Einmal sahen sie sich aus 100 Meter Entfernung jeweils durch ein Fernglas, ansonsten wussten sie nichts von den anderen. Die beiden Geschichten beginnen in Papenburg und auf dem Gambia.
Die Kolonialzeit und schließlich der 1. Weltkrieg bringen beide zum Tanganyikasee. Der eine als deutscher Schiffsbaumeister, der mit einem kleinen Team das zerlegte Dampfschiff Götzen von Papenburg durch Deutsch-Ostafrika nach Kigoma zum See bringt. Es wurde dort wieder zusammengebaut und erst see- und schließlich kriegstüchtig gemacht. Der andere reist als britischer Marineoffizier mit zwei kleinen Dampfbooten über Südafrika und Rhodesien durch den belgischen Kongo zum Tanganyikasee, um deutsche Schiffe zu zerstören.
Es ist ein angenehmer Plauderton und mit großer Freude wurde bemerkt, dass viele Aspekte der späten deutschen Kolonialzeit und die Orte der Handlung gut recherchiert sind. Selbst die Regenzeit, die jede Arbeit in eine Pause zwingt, ist realistisch geschildert.
Es ist kein kolonialkritisches Werk, es wird aus den Perspektiven der weißen Akteure erzählt und die afrikanische Bevölkerung erscheint nur dort, wo sie außerhalb der Scheuklappen der Akteure erscheint. Doch es geht in diesen Roman schließlich auch um diese Scheuklappen.

Alex Capus
Eine Frage der Zeit
btb-Verlag, München 2010, 350 Seiten

Filmkritik Hobbit - Smaugs Einöde

Der Fluch des zweiten Teils einer Trilogie liegt auch über diesem Film (meine Notiz zum Teil 1).
Peter Jackson hat den roten Faden verloren und das gleich im doppelten Sinne. Der rote Faden der Handlung sowie der Faden, der zwischen ihn als Erzähler und uns als Zuschauer geknüpft wird. Oftmals hat er in früheren Filmen interessante Bilder inszeniert, doch diesmal kann er sich nicht zwischen den Möglichkeiten der Darstellung entscheiden.
Der erste Teil deutet den Höhepunkt des zweiten an: Smaug. In dieser Hinsicht zeigen sich hier Jacksons Lehrmeister für gutes Unterhaltungskino (ich meine Spielberg). Es wird immer wieder über Smaug geredet, aber erst nach der ersten Hälfte wird das Schrecken gezeigt. Ja, die visuelle Gestaltung ist herausragend. Seine Größe und Eitelkeit sind offensichtlich. Wenn er vorglüht, um Feuer zu spucken, leuchten die Brustschuppen. Und das alles in 3D.
Da gibt es aufziehende Totale, für die 3D wie gemacht erscheint. In solchen Momenten gelingt es Jackson das Staunen im Gesicht von Bilbo Beutlin (Martin Freeman einmal mehr die Idealbesetzung) in ein Staunen für uns Zuschauer zu verwandeln. Zum Beispiel wenn Bilbo die Halle mit dem Gold betritt und die Breite, Höhe und Tiefe des Raums ihn zu einem Zwerg schrumpfen lassen. Interessante 3D-Effekte gibt es auch bei kleinräumiger Handlung. Seien es Bienen, die zwischen Leinwand und Zuschauer fliegen (und nicht wie in schlechten 3D-Filmen auf den Zuschauer zu) oder ein Pfeil der Waldelben, der von links fast parallel zur Leinwand in einen Ork fliegt. Auch haben die Macher dieser Effekte von Martin Scorseses Hugo gelernt, wo Dampf und Niederschlag ein sehr eindringliches Raumgefühl erzeugen.

Tja, und dann sind da viele Kleinigkeiten, die nicht nur einen intensiven Leser von Geschichten aus Tolkiens Mittelwelt auffallen. Es gibt eine mehr oder minder gewollte Referenz zu Western der B-Film-Kategorie. Wer erinnert sich nicht an die Schießereien zwischen guten Cowboys und bösen Verbrechern oder Indianern. Für die gute Seite ist jeder Schuss ein Treffer und die Bösen sind zu blöd um zu treffen. Die Revolver haben unbegrenzt Munition und schießen und schießen ohne zu laden. Hier sind die Bösen die Orks mit ihren diversen Stech-, Schlag- und Schusswaffen, die außer einem vergifteten Pfeil nie einen Schaden anrichten und auf der anderen Seite die Zwerge und Elben, die mit jedem Schwerthieb oder Pfeil einen Ork töten, ohne das sich die Zahl der Gegner reduziert. Und dann sind es "magische" Köcher, denn egal wie viele Pfeile verschossen werden, stets sind weitere Pfeile griffbereit.
Eine Klamaukszene innerhalb einer Schlacht, die niemals bei Tolkien zu finden ist, war zunächst unerklärlich. Der extrem dicke Zwerg Bombur, der bereits im ersten Teil witzige Situationen spielte, sitzt wie alle anderen in einer Tonne, um den Waldelben zu entfliehen und in einer Flussfahrt Orks zu bekämpfen. Im Laufe des Gefechts wird er aus dem Wasser katapultiert und als rollende Tonne richtet er den maximalen Schaden bei den Gegnern an und das nicht nur in einer kurzen Sequenz, sondern es geht weiter und weiter und jetzt im Nachhinein denke ich, dass dies möglicherweise Werbung für ein zum Film gehörenden Computerspiel war. Das lässt sich leider auch für die Schlacht mit den Spinnen und jedes Gefecht mit den Orks sagen. Mehrmals wurde eine Ego-Shooter-Perspektive gewählt.
Einige Figuren wurden überzeichnet. Sei es Thranduil, der Fürst der Waldelben, der trotz seiner Erfahrung aus Jahrhunderten wenig Reife zeigt. Oder Bolg, der Sohn von Azog dem weißen Ork, der lakaienhaft auftritt. Smaugs Eitelkeit ist irgendwann nicht mehr unterhaltsam. Ian McKellen als Gandalf wird leider viel zu sehr in eine Rolle gedrängt, die zu nah am Albus Dumbledore (gespielt von Richard Harris bzw. Michael Gambon) liegt. Bei einigen seiner Auftritte als Zauberer könnte auch plötzlich Lord Voldemort oder Harry Potter ins Bild treten.

Doch als Gandalf erstmals Sauron wieder sieht, ist dies ein visuelles Erlebnis. Der vorherige Kampf endet in einem Zoom in das aus dem Herrn der Ringe bekannte feurige Auge. Das hat etwas von dem Hypnotischen, wie es aus 2001 - A Space Odyssey (1968) oder Contact (1997) berühmt ist, doch erstmalig in 3D. Der zentrale dunkle Fleck ist erstmals zu erkennen. Es ist die Silhouette von Sauron in seiner Rüstung.

Wie bei jedem zweiten Teil einer Trilogie bleibt die Neugier auf den letzten Teil. Hier betreten Peter Jackson und seine DrehbuchkollegInnen Neuland. Es soll die Verknüpfung der Handlung zwischen dem Hobbit mit einem 51-jährigen Bilbo und den Beginn vom Herrn der Ringe mit dem 111. Geburtstag von Bilbo erfolgen. In diesen 60 Jahren steigt Sauron zu seiner Macht auf, Mordor wird wieder das Zentrum des Bösen und weder Elben, Menschen noch Hobbits sind auf den kommenden Krieg vorbereitet.
Ach ja, und natürlich wird Smaug besiegt und die Zwerge kehren zurück nach Erebor.

In der Summe ein Unterhaltsfilm im Format 3D, der in seiner Qualität weit über anderen großen Produktionen steht, die in der Vorschau zu sehen waren (u.a. Spiderman Teil 37). Er gefiel mir gut, wenn er auch wegen der genannten Schwächen nicht immer überzeugen konnte. Der Film ist ein Erlebnis. Ich gebe dem Film 7 von 10 möglichen Punkten.
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Der 1. Teil der Triologie wurde von mir noch euphorisch beschrieben.
Der 3. Teil der Triologie gefiel mir auch.

Kurzgeschichte: Elke Heidenreich (1992) Erika

Elke Heidenreich, Erika oder der verborgene Sinn des Lebens, Ausgabe mit Illustrationen von Michael Sowa (2002), 46 Seiten (in einer Normalschriftausgabe vermutlich weniger als 20 Seiten)

Diese Kurzgeschichte vom Plüschschwein Erika, die von ihrer zeitweiligen Besitzerin Veronika erzählt wird, lehrt etwas über den Sinn des Lebens. Zum Beispiel, dass man loslassen soll, wenn etwas vorbei ist und wer mit offenen Augen durchs Leben geht, anderen Menschen Trost und Freude geben kann.
Erika ist ein lebensgroße Sau aus weichem, rosa Plüsch, die von Berlin über Mailand nach Lugano als kurioses Weihnachtsgeschenk mitgenommen wird und alleine schon wegen ihrer Größe auf dem Weg zum Flughafen, im Flughafen und Flugzeug, im Mailänder Bahnhof und im Zug zu vielfältigen positiven Reaktionen führt. Die Summe dieser Glückmomente führen dazu, dass sich das Ziel der Reise verändert und in einer Hotelküche endet, wo sich ein neuer Besitzer findet. Veronika fährt zurück nach Berlin und hat etwas gelernt.  

Freundliche Bahnreisende

Der Amsterdam-Berlin-Express war pünktlich und er war sehr voll. In Hannover standen wohl an die hundert Personen auf dem Bahnsteig und warteten darauf, einzusteigen. Nur wenige verließen den Zug und entsprechend wurde es noch voller. Wirklich jeder Sitzplatz war besetzt, selbst die Klappsitze im Fahrradwaggon. In diesem Waggon wurde bis auf eine kleine Gasse, der gesamte Boden mit Gepäck und darauf sitzenden Personen bedeckt.

Und?

Wo ist die Nachricht?

Zwei Stunden Fahrt unter diesen Bedingungen und kein böses Wort, noch nicht einmal als die Schaffnerin die Fahrkarten kontrollierte. Stattdessen immer wieder sogar ein Lächeln.

Und da behaupte noch jemand, dass wir Deutschen nur Nörgeln können.