Montag, 24. März 2014

Ökonomie für Anfänger

Im Zug musste ich einem Gespräch zwischen zwei Studierenden auf dem Weg zu einer Wirtschaftsklausur der UNI Lüneburg lauschen. Ein cooler Student, der aufzeigte, dass er anhand früherer Klausuren alle möglichen Fragen und Antworten kennt und eine aufgeregte Studentin, die sich unsicher war und ständig nachfragte und die Tipps notierte.
Es war wunderbar zu hören, wie einfach doch die Welt für einen jungen Studenten des Faches Wirtschaft ist. Alle verhalten sich rational und entsprechend können "Gesetze", die vermutlich auch nur Theorien sind, auf Veränderungen von einzelnen Faktoren angewandt werden. Ich beklage mich nicht, dass der Student sich die Welt zu einfach machte, sondern ich war amüsiert, was für vereinfachende Modelle als Theorien und Gesetze gelehrt und für Klausuren gepaukt werden.
Mir ging der Gedanke durch den Kopf, dass solche Vereinfachungen auch in wirklichen Wissenschaften nur als Lachnummer endeten (Die gesetzmäßige Gesellschaftsentwicklung nach dem marxistischen HistoMat) und in Naturwissenschaften kann ich mir dies nur als Absurdität vorstellen (Die Ozeane bestehen aus Wasser, für Theorien der Ozeanographie werden nur die H2O-Moleküle und ihr physikalischen Verhalten berücksichtigt, ...).
Ich kann gar nicht so sehr vereinfachen, ohne das es wie ein misslungener Witz klingt.
(Und immer geht es aufwärts)

1 Kommentar:

Sarah Maria hat gesagt…

Haha. Ja, da ist was Wahres dran.... :) Oftmals hören sich diese (Wirtschafts)Theorien eher wie ein verzweifelter Versuch an, so zu tun, als wenn hinter dem ganzen Wahnsinn irgendeine sinnvolle Logik stecken würde - die nicht nur ihrem Selbstzweck nachgeht. ;)