Samstag, 16. August 2014

Treffen des Europa-Kollegs in Firenze

Und wieder ist ein große Gruppe aus vielen europäischen Ländern auf dem Weg um sich zu treffen. In diesem Jahr ist das Ziel Firenze und eine weitere toskanische Stadt.
Das Europa-Kolleg ist kein Reiseverstalter, aber ich habe durch diesen erlesenen Kreis seit 2006 Reisen nach Helsinki, Tallinn, Praha, Poprad, Bucuresti, Sibiu, Barcelona, Malaga, Lisboa, Talsinki, Genova und Budapest unternommen.
Wir treffen uns, stabilisieren und erneuern unsere Kontakte und Freundschaften, Feiern, haben aber jeweils ein Kulturprogramm und zuletzt auch fast schon offizielle Termine. Ich erinnere mich gerne an das Folk-Festival in Viru, wo Tjörk auftrat oder das ungewöhnliche Theaterstück in Praha, die Museen in der europäischen Kulturhauptstadt Sibiu und anderen erhebenden und unterhaltsamen Programmpunkten.

In Tallinn und Budapest besichtigten wir u.a. das Parlament und in diesem Jahr gibt es europäische Hochkultur in den Uffizien und ein Besuch im Historischen Archiv der Europäischen Union, in Nachbarschaft zum Europäischen Universitäts-Institut.

Ein europäisches Netz von vielen - für mich persönlich das wichtigste - wird gepflegt. 

Der Beitrag wird fortgesetzt.

Ein erster Beitrag über die Anreise. Als überzeugter Bahnreisender muss ich bekennen, dass die Sitzwagen im deutschen CNL so schlecht sind, dass ich ausdrücklich die Buchung eines Liegewagens empfehle.
In der Stadt finden sich neben den üblichen, langweiligen Tags von ach so coolen jungen Männern, echte Street Art. Der Künstler Blub arbeitet mit Verfremdung und vergänglichem Material. "K" (?) macht Graffiti, aber diese sind auch vergänglich, wie das Thema seiner Kunst (LOVE EXIT oder doch EXIT LOVE). In einen weiteren Beitrag stelle ich noch andere Beispiele für Paste-Up und Schablonen vor.
Firenze ist ein lebendes Museum der Kunst!

Kunst und Kultur findet sich überall. In den kirchlichen Gebäuden und Museen befindet sich die geschätzte Hochkultur, doch in Nebenstraßen oder in Privatwohnungen findet sich Kulturelles, was manchmal Kunsthandwerk und manchmal Kunst ist. Moderne Notwendigkeiten (Stromversorgung, Entlüftung, u.a.) greifen dabei manchmal radikal ein. Da stellt sich die Frage, was soll erhalten werden und was nicht? Ist die katholische Kleiderordnung wichtiger als der Erhalt der Farben von Freskos und Gemälden?

Nördlich des Flughafen Firenze befindet sich die offizielle Wetterstation der Region Toscana und der Italienischen Forschungsrates.
Das LAMMA "Laboratorio di Meteorologia Modellistica Ambientale" veröffentlicht eine Auswahl von meteorologischen Messwerten (Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Wind, etc.). In unserer Stadtwohnung in Via Cavour war es aufgrund der urbanen Wärmeinsel sicherlich 2-4° wärmer als am Flughafen. Entsprechend kann festgestellt werden, dass vom 19. bis zum 26. August mit der Ausnahme des 22. alle Nächte Tropennächte waren. Mit den ausnahmen des 16. und 23. August waren alle Tage Tropentagen. Doch da im langjährigen Durchschnitt für den gesamten August Nachttemperaturen von 18,0° und am Tagestemperaturen von  29,4° errechnet wurden, war es nicht ungewöhnlich heiß. Nach der gleichen Datenbasis schwankte die Luftfeuchtigkeit zwischen einem täglichen Minimum von 30-40% und einem Maximum von 80-90%. An vielen Tagen gab es eine hohen UV-Belastung (6 auf dem UV-Index)

Kommentare:

Sarah Maria hat gesagt…

Hach. Schön! Florenz. Bestell' der Stadt die allerbesten Grüße von mir! :D Ich bin als Kind jedes Jahr mit meinen Eltern nach Florenz gefahren - und jetzt gerade vermisse ich es sehr.

Liebe Grüße und eine tolle Zeit! :)

Jürgen D. Müller hat gesagt…

Danke für die Grüße. Nun ist es bereits eine Woche, dass ich erstmals in Firenze bin. Ich erlebe hier einfach zu viel mit der Gruppe junger Europäerinnen und Europäer, als das ich im Moment darüber bloggen könnte.
Die Stadt ist ungewöhnlich laut (wohne 800 Meter vom Dom in einer einer Privatwohnung) und mein Schlafdefizit nimmt täglich zu. Werde hier noch Beiträge mit Fotos posten ...