Sonntag, 14. Februar 2010

Hannover Wetter Januar 2010


Der Januar 2010 war in Hannover sehr kalt, trocken und die Sonne zeigte sich nur sehr selten. Die monatliche Durchschnittstemperatur war mit -3,2° Celsius 3,8° unter dem langjährigen Mittelwert für diesen Monat. Zuletzt wurde im Januar 1996 so ein kalter Januar registriert, doch 1987 war dieser Monat sogar 7,0° zu kalt. Weitere Vergleichswerte finden sich in meinen Beitrag zum Winter 2009-2010.
Die Abbildung zeigt die Tageshöchsttemperatur als rote Linie, die Tiefsttemperatur als hellblaue Linie, den Niederschlag in blauen Balken und den Sonnenscheinstunden als gelbe Flächensignatur.
Die Tageshöchsttemperatur stieg nur an 10 Tagen über den Gefrierpunkt. Entsprechend wurden 21 Eistage gezählt. Es gab 28 Frosttage. Die monatliche Höchsttemperatur wurde am 19. Januar mit +3,4° und die Tiefsttemperatur am 26. Januar mit -14,9° gemessen. Im Mittel gibt es in Hannover im Januar 6-8 Eistage und 15-19 Frosttage. Es war noch kein extremer Monat, aber signifikant zu kalt.

Aus den 24 Messungen eines Tages wird die Tagesmitteltemperatur (rote Linie) berechnet. Diese war nur an fünf Tagen über den Gefrierpunkt. Die Tagesmitteltemperatur habe ich für die zweite Abbildung für jeweils drei Tage gemittelt (hellgrüne Linie), um Extreme auszugleichen.

Wenn diese Mitteltemperatur nur auf fünf Tage berechnet wird, ist klar zu erkennen, dass die zweite Frostperiode zwar intensiver, aber die erste Frostperiode lang anhaltender war.

Am Ende eines Monats wird aus den vielen Werten die Monatsdurchschnittstemperatur berechnet, die wie einleitende bereits genannt im Januar bei -3,2° lag nach +0,8° im Dezember. Für die vierte Abbildung habe ich jeweils 30 Tageswerte gemittelt. Die Durchschnittstemperatur sank schnell unter den Gefrierpunkt und die milderen Temperaturen in der Monatsmitte führten nur zu einen kurzen Anstieg, bis kurz vorm Monatsende mit -3,4° hoffentlich das Maximum erreicht wurde.

Zum Abschluss geht es um die Frage, ob die Temperaturen im Januar 2009 sich weit von den Durchschnittswerten entfernt haben. Abweichend von den vorherigen Monatsberichten wurde für den Januar erstmals die Datenbasis auf dreißig Jahre erweitert. Die Werte für 2009 sind vom DWD noch nicht als gesichert angegeben. Als rote Linie ist der Durchschnitt für den jeweiligen Tag zwischen 1979-1988, und als grüne Linie für den Zeitraum 1999-2008 dargestellt. Als gelbe Linien sind oben und unten die bisherigen Rekordwerte der letzten 31 Jahre (inklusive die nicht abgesicherten Werte für 2009) zu sehen. Als blaue Balken sind schließlich die aktuellen Werte eingetragen. Die grüne Linie ist in der Regel deutlich über der roten Temperaturlinie. Es ist klar die Tendenz zu deutlich wärmeren Januartagen zu erkennen. Die Mehrzahl der aktuellen Werte ist unterdurchschnittlich, doch nur am 26. Januar wurde ein neuer Rekordwert erreicht.

Der Januar war trübe und nur an acht Tagen wurden überhaupt Sonnenschein festgestellt. Insgesamt gab es 15,3 Sonnenstunden. Dies entspricht nur 37% des langjährigen Mittels und ist für den Zeitraum 1990-2010 die geringste Sonnenstundenzahl für einen Januar.


Der Januar 2010 war außerdem trocken. Es wurden nur 32,5 mm Niederschlag gemessen, dies entspricht 62% des langjährigen Mittelwerts. Dies ist aber kein besonderer Wert, denn in den 1990-er Jahren gab es zweimal ein Januar mit einer Niederschlagssumme von weniger als 10 mm.


Es gab nur ein Windereignis. Am 27. Januar wurde als Spitzenwert ein stürmischer Wind der Stärke 8 mit 17,2 m/s registriert.


Wie stets ist meine Datenbasis die öffentlich zugängliche Datenbank des Deutschen Wetterdienst (Rubrik Wetter + Klima, dann links in das Verzeichnis Klimadaten) und alle Angaben sind für die Station 10338 Hannover-Langenhagen. Die Berechnungen von Durchschnittswerten und die Graphiken stammen von mir.
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Hier sind die Verknüpfungen zu anderen Wetterberichten zu finden. Das jeweilige Symbol führt direkt zum jeweiligen Bericht:

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Wetterbericht Hannover Januar 2010 . Wetterbericht Hannover Februar 2010 . Wetterbericht Hannover März 2010 . . . . . . . . .
Die meteorologischen Wintermonate Dezember 2009 bis Februar 2010 werden hier mit dem Winter früherer Jahrzehnte verglichen. Der Jahresbericht 2009 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2009:

Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Eistage Frosttage Januar 2009 . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Eistage Frosttage Februar 2009 . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Frosttage März 2009 . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Frosttage April 2009 . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Eisheilige Starkregen Sommertage Mai 2009 . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Sommertage Juni 2009 . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Starkregen Tropentage Sommertage Juli 2009 . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven August 2009 . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven September 2009 . . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Klimanormalwert Bodentemperatur Eistage Frosttage, Temperaturrekorde, Starkregen, sonnenarm, sonnenlos . Hannover Wetter Höchsttemperatur Tiefsttemperatur Sonnenschein Niederschlag Langenhagen Temperaturkurven Klimanormalwert Bodentemperatur Eistage Frosttage, Temperaturrekorde
Der Jahresbericht 2008 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2008:
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Es gibt außerdem noch ein Blick auf das Wetter in Hannover im Jahre 2007, speziell den Sommer 2007, die eisigen Tage zum Jahreswechsel 2008/2009 und die eisigen Tage im Dezember 2009 .

Terry Gilliam 2009 Kabinett des Dr. Parnassus

Einige Regisseure haben ihr großes Thema und ihre einzelnen Werke sind Variationen desselben. Wim Wenders hat mehrere Filme über die Kontrolle über Bilder gemacht und Quentin Tarantino verarbeitet weiterhin den Trash der B-Movies und adelt ihn damit.
Terry Gilliam glaubt an die Macht der Phantasie und der Traumbilder.

Das Kabinett des Dr. Parnassus ist sein aktueller Film: betörend - verstörend. Hier ist es diesmal der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, personalisiert im alten Dr. Parnassus (Christopher Plummer) und Mr. Nick (eine grandiose Rolle für Tom Waits). Während der eine Individuen ermöglicht, ihre Wunschträume zu sehen und damit ein großes Glück zu empfinden, dass sie mit in ihre Realität nehmen können, hat der andere die absolute Macht, die Träume und Phantasien in ein Alb zu verwandeln.
Leider habe ich die deutsche Version gesehen und so viele Witze waren in der Übersetzung missglückt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Original genauso viele "lustige" Dialoge sind, bei denen keiner im Kino lacht.
Der Film ist eine Augenweide und Anspielungen auf Absurditäten und Verlogenheiten des Alltags sind gelungen. Etwa der Zynismus der Benefizveranstaltungen für Arme, Kranke und andere Bedürftige, der in dekadent-luxuriösem Ambiente zelebriert wird oder die Ausblendung der Realität durch die wirtschaftlich-finanziell Erfolgreichen, die alles was nicht in ihre Welt passt, einfach ignorieren.
Der Bilderrausch auf der Leinwand, der Wechsel zwischen Landschaft, die offensichtlich ein Bühnenbild ist und der Schritt in diese Landschaft, die diese damit real macht, war überwältigend. Es braucht noch mehrere Sichtungen, um alle Aspekte zu erkennen und erst die DVD ermöglichte diesen Genuss.

Der Titel verweist offensichtlich auf einen der wesentlichen expressionistischen Filme: Das Cabinett des Dr. Caligari (D, 1920) mit seinen Wahnbildern. Terry Gilliam verweist auch auf seine Geschichte als Mitglied von Monty Python. Die singenden und tanzenden Polizisten in Strapsen erinnern an den Flying Circus, zeigen aber auch, dass die damaligen Ideen seitdem so oft von anderen Regisseuren kopiert wurden, dass der Witz nicht mehr im Bild alleine, sondern ausschließlich aus seiner Kombination mit dem Liedtext ("We Love Violence") funktioniert. Ich denke dabei an die Folge von MPFC, in der Kanadische Mounties mit ihrem Lumberjack Song auftreten. Noch besser gefiel mir in Dr. Parnassus Terry Gilliams "We Are The Children Of The World", das wunderbar Michael Jacksons "We are the Wold" persifliert (siehe Interview mit Gilliam)
Die Qualität als Regisseur zeigt sich in der Verarbeitung des tödlichen Unfalls von Heith Ledger. Mit Jude Law, Colin Farrell und Johnny Depp spielen gleich drei Kollegen seine Rolle als Charity Impressario, der auch über Leichen geht, in der Traumwelt von Dr. Parnassus weiter.

Wer einen phantastischen Film sehen möchte, sollte ins Kino gehen oder sich die DVD kaufen.

The Imaginarium of Doctor Parnassus (USA 2009, 122 Minuten).
Ich gebe dem Film 8 von 10 möglichen Punkten.

"We are the children of the world
and we have suffered for your sins,
but if you open up your hearts
a beautiful day begins,”

Freitag, 12. Februar 2010

Doris Lessing 1979 Shikasta

Doris Lessing

Canopus im Argos: Archive
Betr.: Kolonisierter Planet 5

SHIKASTA

Persönliche, psychologische und
Historische Dokumente zum Besuch
Von JOHOR (George Sherban)

Abgesandter (Grad 9)
87. der Periode der letzten Tage
Roman, aus dem Englischen von Helga Pfetsch. Frankfurt, S. Fischer Verlag 1983

Diese erste von insgesamt fünf Bänden der Serie Canopus im Argos: Archive ist, wie der lange Titel bereits vermuten lässt, sehr schwere literarische Kost.
Ich mag Doris Lessing, ihr Erzählstil spricht mich an, aber dieses Annäherung an den Sufismus ist für mich noch unleserlich. Ich habe es bis Seite 28 von 519 geschafft, um mir schließlich einzugestehen, dass ich für solche ernsten, philosophischen Gedanken über die Ewigkeit immer noch zu jung bin.
Die fünf Bände kommen nun erst einmal in die Sammlung „Bücher für die alten, weisen Tage“, wo bereits das Glasperlenspiel von Hermann Hesse wartet.

Meine erste Begegnung mit dem Sufismus hatte ich bereits 1995 in Midrand, Südafrika. Während eines Forschungsaufenthalts teilte ich meine Unterkunft mit einem Schwedischen Filmmacher, der seit vier Jahren auf dem Weg zum Sufi war. Er versuchte mir die Grundlage dieses muslimischen Glaubens zu erklären. Auch damals war ich mehr am konkreten Leben um mich herum interessiert, als an Fragen und Glaubensgrundsätzen von ewiger Bedeutung.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Romantische Erinnerung an die frühen 1980-er Jahren

Es brauchte nicht viel, um eine romantische Stimmung oder Gespräche über romantische Gefühle zu beginnen. Tolkien war populär und wurde von allen im Freundeskreis gelesen. Sally Oldfield hatte hierzu passende Musik; weite Kleidung aus Naturfasern war damals mal wieder in und viele Stunden wurde geklönt: Im Zimmer bei Kerzenlicht und heute unvorstellbaren Mengen von Tee, auf einem Spaziergang im Urwald des Hasbruch oder in der Abgeschiedenheit des Heidenwall bei Dehlthun.
Es war ein besonderes Glück, diese Zeit in Ganderkesee, Immer und Bookholzberg. Freunde um sich zu wissen, noch naiv fröhlich alles aber auch wirklich alles zu erzählen. Dabei nur wenig Sorge oder Angst um die Zukunft spüren und die letzten Punks mit ihrer No-Future-Attitude in der Delmenhorster "City" blieben stets fremd.
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Natürlich war das damals auch die Zeit meiner Politisierung (Friedensdemonstrationen, BI Umweltschutz), doch die zuvor geäußerten Gedanken kamen, als ich nach langer Zeit die Musik von Sally Oldfield hörte. Siehe auch in der linken Spalte das Thema/Schlagwort: "Biographie"

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…
Du sprichst mir aus dem Herzen Auch Zeven...Brauel gehört dazu....die schönsten Wochenenden meiner Jugend waren dort. Mit Dir und unseren Freunden......und Fee...erinnerst Du Dich an Fee?
13. Februar 2010 12:32

Ulaya hat gesagt…
Fee war das nicht ein kleiner, weißer Hund? Oder kommt nun langsam die Altersschwäche im Kopf?
Und ansonsten, ach ja: Brauel.
Frühstück an großer Tafel im Garten, der lange Spaziergang mit euch durch "meine" Landschaft, die Spiele draußen wie drinnen und die Küche, in der Marion und Biggie und ??? Zwiebelkuchen und Pizza zauberten. Rockpalast war der Anlass, aber stets nur im Hintergrund.
Meine Mutter wurde richtig sentimental, als wir vor Jahren mal über diese Wochenenden redeten. Die haben auch ihr Spaß gemacht.
14. Februar 2010 00:16