Montag, 1. November 2010

Hannover Wetter Oktober 2010


Der Oktober 2010 war in Hannover subjektiv sehr kühl. Doch die wenigen angenehmen Tage am Monatsanfang und -ende sorgen dafür, dass die Monatsdurchschnittstemperatur bei 9,4° und damit wie bereits der September 2010 "nur" 0,3° unter dem langjährigen Mittelwert für den Oktober lag.
Der Monat war zu trocken, die Sonnenstunden waren durchschnittlich und es gab kein Windereignis.

(ein Klick auf die Graphik und die Details werden deutlich)

Die erste Abbildung zeigt die täglichen Messwerte der Wetterstation Hannover-Langenhagen, die vom >Deutschen Wetterdienst veröffentlicht werden. In Orangerot ist als Linie die Höchsttemperatur eines jeden Tages und in einer hellblauen Linie die Tiefsttemperatur dargestellt (für die genauen Temperaturen siehe die linke Skala). Als gelber Hintergrund sind die Sonnenstunden und als dunkelblaue Balken der Niederschlag in Millimetern entpsrechend Litern je Quadratmeter zu sehen (hierfür gilt die rechte Skala).

Nachdem sich zunächst ein goldener Oktober abzeichnete, sanken trotz vieler Sonnenstunden nach einer Woche die Höchst- und Tiefsttemperaturen. Am 11. Oktober gab es den ersten Frosttag der Wintersaison 2010/11. Es blieb bei diesen einen Frosttag. Doch am 11., 13. und 14. gab es Bodenfrost, dabei zeigte am 11. Oktober das Thermometer am Boden -2,9° an. Die monatliche Höchsttemperatur wurde am 3. mit 21,3° und die Tiefsttemperatur am 11. mit –0,1° erreicht.



Die Tagesmitteltemperatur zeigt noch deutlicher die kühle Periode zwischen dem 10. und 27. Oktober. Ob die Sonnen schien oder es regnete, die Durchschnittstemperatur zeigte nur eine geringe Schwankung. Die höchste Temperatur wurde für den 6. mit 16,7° und die tiefste Temperatur für den 21. mit 5,4° berechnet.



Dabei gehört der Oktober zu den Übergangsmonaten in denen in Wellen die Temperatur absinkt. Der gleitende 5-Tages-Durchschnitt vom 25. August (Mittelwert der Tageswerte 23.-27.8.) bis zum 31. Oktober (Mittelwert für 29.10.-2.11.) zeigt das auf und ab der Temperaturen, wobei jeder Wellenkamm und jedes Wellental tiefer liegt.



Der Blick auf die täglichen Abweichungen zum monatlichen Klimanormalwert von 9,7° verdeutlich, warum die monatliche Durchschnittstemperatur im Oktober 2010 nur geringfügig unter dem Klimanormalwert lag. Denn es war zwar kühl in der Monatsmitte, doch der Monatsanfang war deutlich zu warm.



Der letzte Blick auf die Temperaturen vergleicht die Tageswerte mit zwei unterschiedlichen Mittelwerten und den absolut höchsten und tiefsten Tageswerten der letzten 32 Jahre. Im Verlauf des Oktober sink die Tagestemperatur in Hannover von 11-13° auf 7-9°. Am 6. Oktober wurde ein neuer positiver Rekordwert für den genannten Zeitraum 1978-2010 gemessen.
Ansonsten mag es zwar kühl gewesen sein, aber der Oktober hat in den letzten Jahrzehnten schon einige Tage gehabt, an denen der berechnete Tageswert unter Null Grad lag.

Im Monatsverlauf wurde an 14 Tagen Niederschlag registriert, der sich auf 25mm Monatsniederschlag aufsummierte. Dies entsprach 60 % des langjährigen Mittelwerts. Am 15. Oktober wurden 8,3mm gemessen. Die monatlichen Schwankungen beim Niederschlag sind so erheblich, dass 25mm noch keine signifikante Abweichung ist.

Im Oktober schien an 23 Tagen die Sonne. 98 Sonnenstunden entsprechen 94 % des langjährigen Durchschnittswerts. An zwölf Tagen waren es weniger als eine halbe Stunde Sonnenschein und an 11 Tagen mehr als 5 Stunden.



Auch bei den Sonnenstunden gibt es im Oktober erhebliche Variationen. Zwischen 1974 und 2008 wurden jährlich 55-158 Sonnenstunden registriert. Dabei lässt sich kein klarer Trend feststellen.

Und wieder gibt es kein herausragendes Windereignis zu vermelden. Der Wind erreichte als Spitzenwert am 20. Oktober 15,7m/sec. Dies war ein steifer Wind entsprechend Windstärke 7 auf der Beaufortskala-Skala.


Die Suche nach Windereignissen hat etwas mit den persönlichen Erfahrungen im Elbe-Weser-Dreieck zu tun. Dort gab es in den 1970-er Jahren Herbst- und Winterstürme. Hier in Hannover bleibt nur wenig davon übrig.
Die Abbildung zeigt alle bedeutenden Windereignisse zwischen 1971 und 2008. An den 1.479 Tagen, für die Messergebnisse veröffentlicht wurden (9 Tage ohne Werte), erreichte der Wind in Hannover an 28 Tagen in Böen Sturmstärke (blaue Flächensignatur), davon wurde an sieben sogar ein schwerer Sturm (Magenta) und an zwei Tagen ein orkanartiger Sturm (Rot) festgestellt.
Auch bei diesen Blick auf eine längere Zeitreihe ist keine Tendenz zu mehr oder weniger Windereignissen zu erkennen.

Wie stets ist meine Datenbasis die öffentlich zugängliche Datenbank des Deutschen Wetterdienst (Rubrik Wetter + Klima, dann links in das Verzeichnis Klimadaten) und alle Angaben sind für die Station 10338 Hannover-Langenhagen. Die Berechnungen von Durchschnittswerten und die Graphiken stammen von mir.
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Die folgenden Symbol führen jeweils direkt zum genannten Bericht:

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Wetterbericht Hannover Januar 2010 . Wetterbericht Hannover Februar 2010 . Wetterbericht Hannover März 2010 . . . . . . . . .

Der Jahresbericht 2009 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2009:

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Der Jahresbericht 2008 ist hier zu finden und hier geht es zu den Wetterberichten für alle Monate im Jahre 2008:
Es gibt außerdem noch ein Blick auf das Wetter in Hannover im Jahre 2007, speziell den Sommer 2007. 2008 habe ich bereits einen Vergleich der Wintertemperaturen in Hannover vorgenommen. Damals basierte alles auf Monatswerten und hatte auch nur wenige Details und aktuell gibt es einen langen Beitrag zum sehr kalten Winter 2009-2010. Im Mai 2010 kam dann noch eine statistische Analyse zur Frage, ob es auch Eisheilige in Hannover gibt, hinzu. Als kleinere Beiträge sind auch noch Graphiken zu den eisigen Tage zum Jahreswechsel 2008/2009 und die eisigen Tage im Dezember 2009 zu finden.

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